Luchs bricht aus Tiergarten und stirbt nach Narkose
Am Morgen des 2. Juni 2021 ist im Tiergarten Nürnberg ein Europäischer Luchs aus seinem Gehege entkommen.
Am Morgen des 2. Juni 2021 ist im Tiergarten Nürnberg ein Europäischer Luchs aus seinem Gehege entkommen.
Akutes Herz-Kreislaufversagen nach Narkose
Er hat im benachbarten Gehege drei erwachsene Hirschziegenantilopen getötet. Der Luchs konnte vor Öffnung des Tiergartens betäubt und zurück zu seinem Stall gebracht werden. Nach dem Aufwachen aus der Narkose verstarb er plötzlich und unerwartet. Die pathologische Untersuchung hat Hinweise auf ein akutes Herz-Kreislaufversagen ergeben.
Die Tierrechtsorganisation PETA fordert nun von der Zoodirektion, die Haltung von Beutegreifern, insbesondere Gross- und Kleinkatzen, im Tiergarten Nürnberg durch ein Nachzucht- und Importstopp auslaufen zu lassen.
Insbesondere sogenannte Raubkatzen leiden immens unter der Gefangenschaft in einem Zoogehege. Die beiden Gepardenausbrüche von 2012 in Nürnberg sowie zahlreiche weitere Fluchtversuche zeigen, dass die intelligenten Tiere bei jeder Gelegenheit versuchen, zu entkommen.
Peter Höffken, Fachreferent bei PETA
Unfälle und Ausbrüche bei Grosskatzen keine Seltenheit
PETA verweist auf über ein Dutzend Fälle in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum, bei denen Grosskatzen Zoopersonal teils tödlich verletzten oder aus ihren Gehegen ausbrachen: Im Juli 2020 tötete eine Tigerin eine Tierpflegerin im Zoo Zürich. 2013 tötete ein Tiger einen Tierpfleger im Allwetterzoo Münster. Seit Anfang 2012 entkamen zudem in mindestens sieben Fällen Grosskatzen und ein Luchs aus ihren Gehegen.
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