Lebendtiertransporte nach Israel trotz Krieg
Eine grosse Anzahl von Tieren wird immer noch zu Häfen in Israel exportiert, wo sie einem hohen Risiko ausgesetzt sind.
Gefährdete Kühe und Schafe werden aus Mitgliedstaaten wie Irland, Rumänien, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Litauen in das Kriegsgebiet geschickt, wo sie Raketenbeschuss, Luftangriffen und Misshandlungen durch verzweifelte Hafenarbeiter und Abfertiger ausgesetzt sind.
Leiden auf dem Transportweg
Die langen Fahrten zu Israels grösstem Hafen Haifa haben schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit dieser empfindungsfähigen Wesen und führen zu Erkrankungen der Atemwege, Geschwüren, Beinverletzungen, Reisekrankheit und Hitzestress. Ihr Leiden wird bei der Ankunft in Israel noch vergrössert, da sie vom Hafen in Haifa bis zu den umliegenden Quarantäne- und Mastbetrieben täglichem Raketenbeschuss und ständigen Luftschutzsirenen ausgesetzt sind.
Berichten zufolge wurde in den letzten Wochen eine Reihe von Milchviehbetrieben in der Umgebung von Haifa von Raketen getroffen, wobei zahlreiche Kühe ums Leben kamen. Die unsicheren Bedingungen rund um den Hafen veranlassen die Arbeiter ausserdem dazu, die Rinder mit Elektroschockern so schnell wie möglich von den Schiffen zu holen.
Forderung nach sofortigem Exportstopp
Seit Beginn des Krieges wurden über 100 Rinder- und Schafslieferungen von Europa nach Israel durchgeführt. Seit der Ausweitung des Krieges in der Region wird weiterhin Vieh in den Libanon exportiert.
10 Nichtregierungsorganisationen, darunter die Eurogroup for Animals und Ethical Farming Ireland, haben nun ein Schreiben an die für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissarin Stella Kyriakides gerichtet, in dem sie auffordert, alle Lebendviehexporte nach Israel und in den Libanon mit sofortiger Wirkung auszusetzen. Das Tierleid bei Lebendtiertransporten ist auch in Friedenszeiten enorm.
Ethical Farming Ireland hat auch den irischen Landwirtschaftsminister Charlie McCanalogue aufgefordert, keine weiteren Lieferungen nach Israel zu genehmigen, bis der Konflikt beendet ist. Die Tierrechte müssen auch in Krisenzeiten geschützt werden.
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