7. April 2026, 18:11

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Jagd

Jane Goodall mit 91 Jahren gestorben

Die britische Primatenforscherin, Naturschützerin und UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall ist tot. Das Jane Goodall Institute bestätigte am 1. Oktober 2025, dass sie im Alter von 91 Jahren in Kalifornien während einer Vortragsreise an natürlichen Ursachen gestorben ist.

Redaktion Wild beim Wild — 2. Oktober 2025

Goodall gilt als eine der einflussreichsten Wissenschaftlerinnen und Umweltschützerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Weltweit bekannt wurde sie durch ihre bahnbrechende Feldforschung im Gombe-Stream-Nationalpark in Tansania, die sie 1960 begann. Dort gelang ihr die bis dahin revolutionäre Beobachtung, dass Schimpansen Werkzeuge herstellen und benutzen – eine Entdeckung, die das Verständnis von Mensch und Tier neu definierte.

Über mehr als sechs Jahrzehnte hinweg prägte Goodall die Primatologie, veränderte die Sicht auf die Tierwelt und setzte sich unermüdlich für den Schutz von Arten und Lebensräumen ein. 1977 gründete sie das Jane Goodall Institute, das bis heute Forschung, Bildungsarbeit und gemeindebasierte Naturschutzprogramme in zahlreichen Ländern koordiniert. Mit dem Jugendprogramm «Roots & Shoots», das mittlerweile in über 70 Ländern aktiv ist, inspirierte sie Generationen junger Menschen zu Engagement für Umwelt und Gesellschaft.

Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit nutzte Goodall ihre internationale Bekanntheit, um auf globale Herausforderungen wie Klimakrise, Biodiversitätsverlust und Tierschutz aufmerksam zu machen. Noch im hohen Alter reiste sie fast ununterbrochen, hielt Vorträge auf allen Kontinenten und sprach in ihrem Podcast «The Hopecast» über ihre «Gründe zur Hoffnung».

Jane Goodall wurde 1934 in London geboren. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen für ihre Verdienste, darunter Ehrendoktortitel, internationale Umweltpreise sowie die Freiheitsmedaille des US-Präsidenten. Seit 2002 war sie UN-Friedensbotschafterin.

Ihr Tod markiert das Ende eines aussergewöhnlichen Lebenswerks – ihr Vermächtnis lebt jedoch in den Projekten ihres Instituts und in der weltweiten Bewegung weiter, die sie angestossen hat.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

Unterstütze unsere Arbeit

Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Jetzt spenden