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Jagd

Jagdstatistik zeigt Gewaltkultur

Die Hobby-Jäger in der Schweiz praktizierten auch im Jagdjahr 2019/2020 in erster Linie Respektlosigkeit und eine Gewaltkultur – genau das Gegenteil, wonach ein kultivierter Mensch in unserer Gesellschaft streben sollte. 

Redaktion Wild beim Wild — 24. August 2021

Praktisch alles was grausam, unnötig und herzlos ist, wird von Schweizer Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jägern praktiziert.

Gefährdete Arten nicht verschont

Die aktuelle eidgenössische Jagdstatistik, die dieser Tage aufgeschaltet wurde, zeigt, dass gefährdete Arten von der Hobby-Jägerschaft nicht verschont blieben. Zum Beispiel wurden 4’359 Abschüsse von Feldhase (1’885), Schneehuhn (523), Birkhahn (527) und Waldschnepfe (1’424) gezählt.

Der Anteil der bedrohten Arten ist laut der UNO in keinem Land der Welt so gross wie in der Schweiz. Über ein Drittel der Pflanzen, Tiere und Pilzarten gilt als bedroht. Es sind immer auch diese Kreise aus Hobby-Jägerschaft und Vieh-Bauernvertretungen mit ihrer Lobbyarbeit, die über die Politik, Medien und Gesetze seit Jahrzehnten dafür verantwortlich zu machen sind.

Sowohl die Treffsicherheit der Hobby-Jägerschaft, der Alkoholkonsum, wie auch die vielen Jagdunfälle an sich geben Anlass zur Sorge. Alle 29 Stunden passiert ein Jagdunfall und alle 3 1/2 Monate ist ein Toter zu beklagen.

Räude und Staupe setzen Füchsen zu

Weniger erfreulich sind die 4’005 an tot aufgefunden Füchsen, die an Krankheit, Alter und Schwäche gestorben seien. Die Räude und die Staupe grassierten in der Schweiz in gewissen Regionen stark. Wegen der Hobby-Jägerschaft leiden Wildtiere in der Schweiz.

Das Jägerlatein widerspricht diametral den jahrelangen Erfahrungen im Kanton Genf oder zum Beispiel in Luxemburg, wo die Fuchsjagd seit mehreren Jahren verboten ist!

Tierquälerei am laufenden Band

Im Jagdjahr 2020 sind in der Schweiz laut dem BAFU 76’695 Wildhuftiere erlegt worden. Die Zahl der erlegten Wildschweine stieg im Jagdjahr 2020 auf 8’313. 2011 waren es noch 4’263. Die neuste Jagdstatistik listet zudem 13’935 erlegte Rothirsche auf. 2011 waren es mit 9’462 deutlich weniger. Die Hobby-Jagd bedeutet bei diesen Arten nicht weniger Wild, sondern mehr Geburten.

Die Hobby-Jägerschaft reguliert also gar nichts, sie reduziert kurzfristig, schafft mit ihren Manipulationen jedoch für verschiedenste Akteure wie Forst, Landwirtschaft oder Artenschutz grosse Probleme.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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