Frankreich: Widerstand gegen Intensiv-Fischzucht
Fast 60'000 Unterschriften gegen den Bau von drei Intensiv-Lachsfarmen in Frankreich. Welfarm kämpft gegen hyperintensive Aquakultur-Anlagen.
Der geplante Bau von drei RAS-Lachsfarmen (Recirculating Aquaculture System) in Frankreich hat erheblichen Widerstand ausgelöst.
Welfarm hat eine Kampagne gestartet, um den Bau dieser hyperintensiven Anlagen zu stoppen, und fast 60’000 Unterschriften von französischen Bürgern gesammelt.
Die drei RAS-Projekte, die derzeit geprüft werden, befinden sich in Plouisy, Verdon-sur-Mer und Boulogne-sur-Mer und werden von Smart Salmon, Pure Salmon bzw. Local Ocean vorangetrieben. Jedes dieser Projekte stösst auf den heftigen Widerstand der lokalen Gemeinschaften, die seit mehreren Jahren gegen die Zuchtbetriebe mobil machen. Welfarm hat sich mit diesen Gruppen zusammengetan und unterstützt ihre Bemühungen, das Bewusstsein zu schärfen und Proteste zu organisieren.
Welfarm argumentiert, dass die Farmen, die bereits 2024 in Betrieb genommen werden könnten, zu erheblichem Tierleid führen und Umweltrisiken bergen würden:
Extreme Besatzdichten: Um die wirtschaftliche Rentabilität zu gewährleisten, arbeiten RAS-Farmen oft mit extrem hohen Besatzdichten, die den Fischen den nötigen Platz vorenthalten und zu Stress und schlechten Tierschutzbedingungen führen.
Risiko eines Massensterbens: Das Überleben der Lachse hängt in hohem Masse vom kontinuierlichen Funktionieren der komplexen Anlagen ab. Jedes Jahr wird in den Medien über mehrere Massensterben berichtet, bei denen oft Hunderttausende von Fischen verenden.
Harte Lebensbedingungen: Die geschlossene Umgebung von RAS kann zu Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Wasserqualität und der Kontrolle von Krankheitserregern führen, was zusätzliche Risiken für die Gesundheit und das Wohlergehen der Fische mit sich bringt.
Unverträgliches Futter: Als Fleischfresser benötigen Lachse eine Ernährung, die Fischmehl und Fischöl enthält, die aus Millionen von wild gefangenen Fischen gewonnen werden. Diese als Reduktionsfischerei bekannte Praxis wird nicht nur wegen ihrer negativen Auswirkungen auf das Wohlergehen der Fische kritisiert, sondern auch wegen ihrer nachteiligen Folgen für die Meeresökosysteme und ihrer Auswirkungen auf die soziale Gerechtigkeit. RAS-Farmen benötigen die ressourcenintensivsten Formen von Futtermitteln.
Angesichts dieser Bedenken setzt sich Welfarm zusammen mit der französischen Meeresschutz-NGO Seastemik für ein Moratorium für neue Fisch-, Krebs- und Kopffüßerfarmen ein, bei denen die gesamte Aufzuchtphase in RAS-Systemen erfolgt. Ein Verbot solcher Farmen würde den Tierschutz fördern und dazu beitragen, die französische Aquakultur mit den Zielen des Landes in Bezug auf nachhaltige Entwicklung und Klimawandel in Einklang zu bringen.
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