Psychologie der Hobby-Jagd im Kanton St. Gallen
Im Kanton St. Gallen wirkt die Hobby-Jagd wie ein Laborversuch, in dem man testen will, wie viel Abschussdruck, wie viele Feindbilder und wie viel Behördenabsurdistan eine Demokratie aushält. Unter dem Deckmantel von Regulierung und Tradition wird ein System betrieben, das Wildtiere wie Produktionsfaktoren behandelt, Hobby-Jäger als Naturschützer verklärt und der Bevölkerung dabei mit erstaunlicher Chuzpe ins Gesicht erzählt, das sei nun Wildtiermanagement.
Die verlängerte Jagdzeit bis Silvester ist im Kanton St. Gallen kein Betriebsunfall, sondern Programm.
Wenn Witterung und Schneefall den Jagderfolg dämpfen, versteht das Amt für Natur, Hobby-Jagd und Fischerei dies nicht als Schutz für erschöpfte Wildtiere, sondern als Anlass, die Saison zu verlängern und Bewegungsjagden zu organisieren. Wo andere von Tierschutz sprechen würden, denkt man in St. Gallen in Zielzahlen, Erfüllungsgrad und Nachdruck.
Juristisch pikant ist, dass Wildtiere zwar als herrenlos deklariert werden, die Hobby-Jagd auf sie aber wie ein steuerbarer Produktionsprozess geführt wird. Wer Jagdzeiten immer weiter in den Winter verschiebt und gleichzeitig den Jagddruck erhöht, nimmt strukturell in Kauf, dass Stress, Fehlabschüsse und leidvolle Nachsuchen zum System gehören. Aus Sicht eines zeitgemässen Tierschutzrechts ist das nicht Wildtierpolitik, sondern planmässig organisierte Eskalation.
Jagdzeit bis Silvester: Abschussdruck statt Wildtiermanagement
Jagdverwaltung als Bühne für die Hobby-Jägerschaft
Wer das Team der St. Galler Abteilung Jagd und das Dossier zur Jagdverwaltung nebeneinander legt, erkennt schnell: Hier wurde kein Fachgremium für Wildtierrecht aufgebaut, sondern ein Amt für Jagd und Blödsinn. Die personelle Besetzung mit einem Lügenjäger als Abteilungsleiter, der sich durch manipulative Kommunikation und jagdliche Interessenarbeit hervorgetan hat, ist dafür ein Symbol.
Psychologisch agiert diese Verwaltung weniger als unabhängige Behörde als vielmehr als verlängerter Arm der Hobby-Jagd. Loyalität zur Szene scheint wichtiger als Loyalität zum Gesetz, Wissenschaft wird selektiv zitiert, wenn sie ins Narrativ passt, und ignoriert, wenn sie stört. Statt einer rechtsstaatlichen Kultur der Fehlerkorrektur entsteht ein Milieu, in dem man sich gegenseitig bestätigt, während draussen die Glaubwürdigkeit implodiert.
Jagdverwaltung St. Gallen: Wolfsmanagement ohne Wissenschaft und ohne Glaubwürdigkeit
Der Wolf als Projektionsfläche für Angst und Macht
Der Wolf ist im Kanton St. Gallen nicht nur ein biologischer Beutegreifer, sondern ein juristischer Stresstest für Verwaltung und Politik. Die rechtswidrige Abschussbewilligung zeigt exemplarisch, wie gering der Respekt vor rechtsstaatlichen Standards sein kann, wenn jagdliche Begehrlichkeiten drängen. Statt das Gesetz ernst zu nehmen, wurde der Wolf zum Spielball gemacht, bis ein Gericht der Jagdbehörde erklären musste, was Rechtsgrundlagen sind.
Psychologisch verrät das viel über das Machtverständnis der Akteure. Wer einen geschützten Beutegreifer trotz mangelhafter Voraussetzungen zum Abschuss freigibt, will demonstrieren: Wir haben das letzte Wort, nicht das Gesetz, nicht die Biologie und schon gar nicht der Wolf. Das erinnert eher an feudale Jagdprivilegien als an ein modernes Wildtierrecht, das sich an Verhältnismässigkeit und Grundrechten orientiert.
Weiterführende Beiträge:
- Die Genehmigung zum Abschuss eines Wolfs im Kanton St. Gallen war rechtswidrig
- St. Gallen will Wolfsrudel am Gamserrugg regulieren
Volksverblödung als Geschäftsmodell
In der öffentlichen Kommunikation zur Hobby-Jagd im Kanton St. Gallen zeigt sich ein bekanntes Muster: komplexe ökologische Zusammenhänge werden auf einfache Parolen reduziert. Statt differenziert über Lebensräume, Waldbau, Klimawandel und Landwirtschaft zu sprechen, dominieren Emotionen und Schlagworte wie «Problemwolf», «Schaden» und «Regulation». Genau hier setzt der Begriff «Volksverblödung» an.
Psychologisch funktioniert dieses Geschäftsmodell über Dauerbeschallung: Wer nur lange genug wiederholt, dass Wildtiere Obst seien, das auf die Ernte warte, und man ohne Hobby-Jägerschaft im Chaos versinke, erzeugt ein mentales Klima, in dem Gewalt als Fürsorge erscheinen soll. Juristisch brisant wird es, wenn Behörden diese Narrative in ihrer Kommunikation spiegeln und so mithelfen, elementare Tierschutzprinzipien zu relativieren. Ein Teil der Bevölkerung wird durch Angstbilder, Halbwahrheiten und selektive Zahlen in eine einfache Geschichte gelockt, in der Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger als handlungsstarke Problemlösende auftreten. Wer nachfragt, wissenschaftliche Evidenz einfordert oder auf Tierethik hinweist, stört diese Erzählung und wird darum marginalisiert. So stabilisiert sich ein Milieu, das auf Zustimmung angewiesen ist, aber ehrliche Debatten scheut.
Volksverblödung im Kanton St. Gallen
Patentjagd auf Rothirsche: Wenn mehr Abschuss zur Ideologie wird
Die Diskussion um die Patentjagd auf Rothirsche in St. Gallen zeigt exemplarisch, wie sich eine einfache Handlungslogik verselbstständigen kann: Wenn es Konflikte gibt, wird geschossen. Anstatt Ursachen zu analysieren, wird die Hobby-Jagd selbst als Hauptinstrument der «Lösung» präsentiert.
Psychologisch vermittelt diese Strategie dem jagdlichen Milieu Sicherheit: Man kann etwas tun, und dieses Tun ist vertraut. Dass hohe Abschusszahlen nicht automatisch zu weniger Konflikten führen, sondern neue Probleme schaffen, passt nicht zur Selbstwahrnehmung der Hobby-Jägerschaft. Also werden widersprüchliche Daten ausgeblendet, relativiert oder als «falsch interpretiert» abgetan. So wird aus einem Werkzeug eine Ideologie, die sich wissenschaftlicher Revision entzieht.
Patentjagd als Lösung gegen Rothirsch-Konflikte?
Fuchs- und Dachsmassaker: Desensibilisierung und Entwertung
Das Online-Dossier zum «Fuchs- und Dachsmassaker» in St. Gallen beleuchtet die Schattenseite einer Jagdunkultur, in der bestimmte Tierarten faktisch entwertet werden. Füchse und Dachse erscheinen nicht mehr als soziale, empfindsame Individuen, sondern als abstrakte «Bestände», die es «niederzuhalten» gilt. Je stärker diese Entwertung verinnerlicht ist, desto leichter fällt es, Tötung als Routinehandlung zu vollziehen.
Aus psychologischer Sicht ist dies ein klassischer Desensibilisierungsprozess. Empathie wird abtrainiert, indem man das Tier auf Zahlen und Funktionen reduziert. Gleichzeitig bleibt das positive Selbstbild erhalten: Der Hobby-Jäger sieht sich als «Nützling», der «Schäden verhindert», während das Leid der Tiere unsichtbar gemacht wird. Solche Mechanismen stehen im offenen Widerspruch zu einer modernen Tierethik, welche die Individualität und Leidensfähigkeit von Wildtieren anerkennt.
St. Gallen: Stoppt das Fuchs- und Dachsmassaker
Wolfsjagd in Russland: Enthemmung als Weiterbildung
Die Teilnahme des St. Galler Amtsleiters Dominik Thiel an einer Wolfsjagd in Russland, verkauft als Weiterbildung, zeigt die nächste Eskalationsstufe dieser Jagdpsychologie. Statt sich mit Herdenschutz, Rechtsprechung oder moderner Wildtierökologie zu befassen, reist man in ein Land, das wegen eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges unter Sanktionen steht, um dort Treibjagden auf Wölfe und Kleintiere zu erleben. Eine angebliche Methodenprüfung der Lappjagd wird so zur Trophäen- und Erlebnisreise.
Die Bilder sind eindeutig: Mit Kleinkaliber werden graue Eichhörnchen aus Bäumen geschossen, zum Einschiessen, während man in der Schweiz gleichzeitig von Schutz und Regulierung spricht. Das hat nichts mit Wildtiermanagement, Respekt oder Wissenschaft zu tun, sondern verweist auf tief sitzende Enthemmung und eine bedenkliche Verschiebung moralischer Grenzen. Wer in einer solchen Umgebung seine «Fachkompetenz» schärfen will, dokumentiert vor allem eines: dass der eigene Referenzrahmen für Ethik und Tierschutz längst verrutscht ist.
Gerade vor diesem Hintergrund wirken die Beschwichtigungen aus der St. Galler Politik, man müsse Zielkonflikte aushalten, wie eine Einladung zur weiteren Grenzverschiebung. Wenn Beamte, die an Lappjagden teilnehmen und Kleinsäuger zum Einschiessen nutzen, zugleich über den Schutz von Wolf und Wild entscheiden, ist die Frage nach Eignung kein Aktivismus-Reflex, sondern eine demokratische Notwendigkeit.
Statt sich im Rahmen des eigenen Rechts und der Schweizer Realität mit Wolf, Herdenschutz und Wildtierökologie zu befassen, reisen Amtsleitende und Wildhüter nach Russland, wo innerhalb weniger Tage vier Wölfe geschossen werden. Das wirkt eher wie Trophäenjagd als wie seriöse Weiterbildung.
Der behauptete Lerneffekt ist fachlich und rechtlich dünn: Die Lappjagd ist in der Schweiz aus tierschutzrechtlichen und rechtlichen Gründen nicht umsetzbar, wie Kritisierende betonen. Eine Weiterbildung, deren Kernmethode hier gar nicht angewendet werden darf, untergräbt das Argument der Fachlichkeit.
Politisch und medial entsteht das Bild einer Verwaltung, die sich zu nahe an jagdlichen Erlebnisinteressen anlehnt. Naturschutzverbände und Parteien sprechen von unsensiblem Verhalten und fehlender Wissenschaftlichkeit, was das Vertrauen in die Unabhängigkeit des Amtes schwächt.
Zusammen mit rechtswidrigen Wolfsabschuss-Verfügungen und weiteren Skandalen fügt sich die Russland-Reise in ein Muster: eine Jagdverwaltung, die auf Kosten der Steuerzahlenden und der eigenen Glaubwürdigkeit handelt und deren Prioritäten weit weg sind von moderner, rechtskonformer Wildtierpolitik.
Kontroverse um Schweizer Beamte an Wolfsjagd in Russland
Skandale, «Lügenjäger» und der faule Apfel
Die Affären rund um einen «Lügenjäger» als Abteilungsleiter und den sprichwörtlichen «faulen Apfel» in der St. Galler Jagdverwaltung zeigen, wie stark gruppendynamische Loyalität über fachlicher Integrität steht. Wer im jagdlichen Milieu dazugehört, wird geschützt, selbst dann, wenn die Glaubwürdigkeit massiv beschädigt ist. Fehler einzugestehen oder Verantwortliche konsequent abzuberufen, würde das System als Ganzes infrage stellen.
Aus psychologischer Perspektive handelt es sich um Ingroup-Schutz: Kritik von aussen wird als Angriff auf die eigene Identität erlebt, nicht als Chance zur Verbesserung. So verschiebt sich der Fokus von der Sachebene (korrekte Amtsführung, Rechtssicherheit, Tierschutz) auf die Verteidigung der Gruppe. Die Folge ist ein Vertrauensverlust in die Behörden und die Wahrnehmung, dass für die Hobby-Jägerschaft andere Regeln gelten als für den Rest der Bevölkerung.
Weiterführende Beiträge:
- Der faule Apfel in der St. Galler Jagdverwaltung
- Lügenjäger wurde Abteilungsleiter im Kanton St. Gallen
- Wie der Hobby-Jäger Simon Meier auf die falsche Fährte lockt
Jagdausbildung und kognitive Dissonanz
Wenn das Amt für Natur, Jagd und Fischerei seine Jagdausbildung «modernisiert», wirkt das auf den ersten Blick wie ein Fortschritt. Aus psychologischer Sicht geht es jedoch oft darum, das Selbstbild der Hobby-Jägerschaft weiter zu stabilisieren: Man definiert sich über vermeintliche «Prüfungen», «Kompetenzen» und «Sachkunde», während der Kern der Tätigkeit, das Töten von Tieren aus Freizeitmotiven, unangetastet bleibt.
Hier wirkt kognitive Dissonanz: Der Hobby-Jäger möchte sich als verantwortungsvoller Naturschützer sehen, nicht als jemand, der empfindsame Lebewesen für ein Hobby töten lässt. Diese innere Spannung wird reduziert, indem man Prüfungen, Kurse und amtliche Zertifikate hochspielt und Kritik als uninformiert diskreditiert. Artikel über Figuren wie den Hobby-Jäger Simon Meier illustrieren, wie weit solche Selbsttäuschungen gehen können, wenn sie medial verstärkt werden.
Amt für Jagd und Blödsinn in St. Gallen modernisiert die Jagdausbildung
St. Gallen als Spiegel einer jagdlichen Kulturkrise
Die Psychologie der Hobby-Jagd im Kanton St. Gallen ist kein lokaler Sonderfall, sondern ein Brennglas für eine schweizweite Kulturkrise der Hobby-Jagd. Abschussdruck bis Silvester, Wolfsjagd als Machtsymbol, Patentjagd als Reflexlösung, Fuchs- und Dachsmassaker, Skandale in der Verwaltung und eine Ausbildung, die vor allem das jagdliche Selbstbild poliert, all das fügt sich zu einem Bild von Kontrolle, Angstabwehr und Realitätsverweigerung.
Wo Wissenschaft, Tierethik und demokratische Kontrolle ernst genommen würden, müsste dieses System grundlegend hinterfragt werden. Stattdessen verteidigt es sich mit Populismus, Feindbildern und der immer gleichen Behauptung, ohne die Hobby-Jägerschaft würde die Natur kollabieren. Genau hier setzt eine verantwortungsvolle Öffentlichkeit an: Sie durchschaut die psychologischen Mechanismen und fordert ein Wildtiermanagement, das Tiere nicht als Zielscheiben eines Freizeitvergnügens behandelt, sondern als Mitgeschöpfe in einem gemeinsamen Lebensraum.
Mehr dazu im Dossier: Psychologie der Jagd
Kantonale Psychologie-Analysen:
- Psychologie der Hobby-Jagd im Kanton Glarus
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- Psychologie der Hobby-Jagd im Kanton Appenzell Innerrhoden
- Psychologie der Hobby-Jagd im Kanton Neuenburg
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