Polen streicht fünf Vogelarten von der Jagdliste
In einem mutigen Schritt hat Polen eine gesetzliche Änderung beschlossen, die fünf Vogelarten, bislang als jagdbare Wildvögel gelistet, künftig vollständig unter Schutz stellt.
Die Reform erfolgt durch eine Verordnung (Verkündung: 25. September 2025), die ab dem 2. Januar 2026 in Kraft treten soll, schreibt zakapolowania.pl.
Die Basis für die Neuerung ist die Verordnung vom 11. März 2005, in der Polen eine offizielle Liste von jagdbaren Tieren festlegte – darunter auch Vögel wie das Haselhuhn, die Tafelente, die Reiherente, die Waldschnepfe und das Blässhuhn.
In der Verordnung von 2025 wird genau festgelegt, dass in der alten Liste die Buchstaben l, u, w, y, z zu streichen sind – und es handelt sich bei diesen Buchstaben um jene Arten, die oben genannt werden. Das deutet darauf hin, dass Polen mit dem Schritt gezielt jene fünf Vogelarten aus der Liste der jagdbaren Tiere entfernen will. In der Schweiz sind alle diese Arten bis auf das Haselhuhn jagdbar.
Die neue Regelung tritt am 2. Januar 2026 in Kraft. Bis zu diesem Datum gelten die bisherigen Bestimmungen weiter und Jagd auf diese Arten bleibt formal erlaubt (sofern die gesetzlichen Jagdbestimmungen und Genehmigungen eingehalten werden).
Der Schritt markiert einen Wendepunkt. Während diese Vogelarten bislang nach polnischem Recht regulär bejagt werden durften, werden sie künftig nicht jagdbar sein – ein Schutzstatus, der erhebliche Folgen hat:
- Jagdausweise, Abschussgenehmigungen und Planungen für die betroffenen Arten müssen angepasst oder gestrichen werden.
- Für Umwelt- und Vogelschutzorganisationen ist dies ein langersehnter Erfolg, der auch symbolische Wirkung hat im Kampf gegen den Artenrückgang.
- Für Hobby-Jäger bedeutet es, dass Gewohnheiten und jahreszeitliche Jagdpläne umgestaltet werden müssen.
- Die Umsetzung zwischen Verkündung und Inkrafttreten ist kritisch: Während dieser Übergangszeit sind genaue Regelungen und Kontrollen nötig, um unsaubere Jagdpraxis zu vermeiden.
Umweltschützer begrüssen die Entscheidung – sie sehen darin die Anerkennung, dass bestimmte Vogelpopulationen unter Druck standen und die Hobby-Jagd auf diese Arten ökologisch problematisch war. Auch der öffentliche Druck hatte in den letzten Jahren zugenommen.
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