15. Juni 2026, 04:26

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Fuchsjagd: 10’000 Schweizer Jäger quälen Hundeartige

In Luxemburg funktioniert die Natur ohne Fuchsjagd ethischer und für die Bevölkerung ist es sicherer. Der Fuchs ist dort seit 2015 keine jagdbare Art mehr.

Rund 10’000 Niederjäger in der Schweiz quälen, verletzen und töten jedes Jahr über 20’000 dieser faszinierenden Wildtiere, nebst Krähen, Eichelhähern, Elstern, Hauskatzen, Enten, Dachsen, usw.

Das Grossherzogtum Luxemburg ist mit einer Fläche von 2.586,4 km² etwa so gross, wie die Kantone Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Zug, Nidwalden, Obwalden, Basel-Landschaft und Glarus zusammen.

Seit 2015 wurden in den oben erwähnten Kantonen in der Schweiz rund 7’000 meist gesunde Rotfüchse sinnfrei zum Spass erschossen. Unter dem Strich gibt es sowohl in Luxemburg als auch in diesen Kantonen in der Schweiz heute so viele Füchse wie vor fünf Jahren. Der Unterschied zu Luxemburg ist, dass die unnütze Fuchsjagd in der Schweiz mit erheblicher Tierquälerei einhergegangen ist.

Naturschutzverbände und die Behörden in Luxemburg haben keine Probleme durch das Fuchsjagdverbot festgestellt; es gibt keine Indizien für eine Zunahme der Fuchspopulation, und die Befallsrate der Füchse mit dem Fuchsbandwurm hat sich seit dem Jagdverbot sogar verringert. War sie erst im Jahr 2014 bei anhaltender Bejagung auf 39,7 % gestiegen, so lag sie 2017 nur noch bei 24,6 %. Es gibt ganz offenkundig keine stichhaltigen Argumente, die für die Fuchsjagd und somit gegen das Fuchsjagdverbot sprechen.

Fakten statt Jägerlatein bzw. Tierquälerei

Demnach ist jede Fuchsjagd in der Schweiz ein klarer Verstoss gegen das Tierschutzgesetz, weil es am vernünftigen Grund mangelt. Es gibt seit mehr als 30 Jahren mindestens 18 wildbiologische Studien (3), die beweisen: Fuchsjagd reguliert nicht und taugt auch nicht zur Seuchenbekämpfung. Im Gegenteil (4, 5)!

Wer jetzt noch Füchse jagt, jagt nicht waidgerecht (Tierquälerei auf der Fuchsjagd).

Da loben wir uns den Kanton Genf mit einem professionellen Wildtiermanagement ohne Hobby-Jäger, aber mit integren Wildhütern. Es werden in Genf ebenfalls keine Füchse, Marder, Dachse, usw. reguliert, nur weil Jagdzeit ist und Fehlgeleitete einem Hobby nachgehen wollen. Dies zeigt sich auch in der eidgenössischen Jagdstatistik. Typische Schweizer Werte wie Sicherheit, Tierschutz und Ethik sind die Devise in Genf.

Für die IG Wild beim Wild ist es nicht zielführend, den Kantonen mehr Befugnisse im Jagdgesetz zu geben, wie es am 17.5.2020 zur Abstimmung kommt – im Gegenteil. Sie können mit der Verantwortung nicht umgehen, sind überfordert, sind als Hobby-Jäger und Entscheidungsträger ungenügend ausgebildet und sie lügen. Zudem haben sie schon genügend Narrenfreiheit. Aktuelle Beispiele sind unter anderem der Amtsleiter für Jagd und Fischerei im Kanton Zürich, der kürzlich die Nachtjagd auf Füchse eingeführt hat, mit der Behauptung, Füchse würden die Tollwut übertragen. Wie wir heute wissen, konnten erst tierfreundliche Impfköder die terrestrische Tollwut besiegen – sie gilt in der Schweiz seit 1998 und in weiten Teilen Europas als ausgerottet! 

Die IG Wild beim Wild findet, dass diese sinnfreien Massaker und diese Tierquälerei der Hobby-Jäger in der Schweiz in unserem gesamten Lebensraum nicht zeitgemäss sind und fordert ein Verbot der gesamten Niederjagd! Der Anteil der bedrohten Arten ist laut der UNO in keinem Land der Welt so gross wie in der Schweiz. Es ist blauäugig zu erwarten, dass Hobby-Jäger daran etwas ändern. Dazu fehlt das gesunde Gedankengut und die ethische Hygiene.

«Nötig ist die Niederjagd nicht, aber berechtigt. So könne man sich auch fragen, ob es sinnvoll sei, Beeren und Pilze im Wald zu sammeln.»

Robert Brunold, Präsident der Hobby-Jäger Graubünden