Jagd

Dödel-Jäger hängen Schilder auf

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Wegen zunehmender Zahl an Wölfen haben Hobby-Jäger im Emsland laut dem NDR unautorisiert Warnschilder aufgehängt.

Das niedersächsische Umweltministerium zeigte sich von der Massnahme überrascht.

Signalrot umrandet steht auf den Schildern in grossen Buchstaben: „Vorsicht! Hier ist ein Wolfsgebiet!“ Daneben ist ein Wolf abgebildet und es folgen Verhaltensregeln. Waldbesucherinnen und Waldbesucher sollen Kinder an der Hand halten, Hunde an der Leine führen und nur in der Gruppe wandern oder joggen. So ein Schild hängt beispielsweise bei einem Zeltplatz in der Samtgemeinde Sögel, wo im Sommer Kinder- und Jugendgruppen campieren. Ob diese Dödel-Jäger überhaupt wissen, wie ein Wolf aussieht – die Grafik zeugt nicht unbedingt davon oder gibt es Wolfsfüchse?

Bürgermeister hat Verständnis für Schilder

Mit dem Schild werde auf die Problematik mit Wölfen hingewiesen, teilte die örtliche Jagdgemeinschaft mit. Sie hat noch weitere Schilder aufgehängt. Auch in der Gemeinde Neubörger warnen Schilder vor Wölfen. Bürgermeister Ulrich Müller (Freie Wähler Neubörger) zeigt dafür Verständnis. Er habe nichts gegen Wölfe, sorge sich aber um Kinder, die sich in der Nähe von Wäldern aufhalten, sagte er dem NDR in Niedersachsen.

Verwunderung beim Umweltministerium

Dem niedersächsischen Umweltministerium sind die Schilder nicht bekannt, wie ein Sprecher mitteilte. Die dort aufgelisteten Massnahmen gehörten nicht zu den von Expertinnen und Experten empfohlenen Verhaltensregeln. Diesen zufolge sollte zum Beispiel ein Hund in einem Wolfsgebiet zwar auf Zuruf gehorchen, muss aber nur in der Zeit der Leinenpflicht von April bis Mitte Juli an die Leine genommen werden. Laut Ministerium kann man sich frei bewegen – entscheiden müsse das aber letztendlich jede und jeder für sich selbst.