3. April 2026, 12:00

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Jagd

LVMH finanziert Pelzlobby: Tierschützer rufen zum Boykott auf

Grosse Marken unterstützen die Pelzlobby mit Geld, während die Branche schrumpft. Eine Untersuchung hat ergeben, dass der Luxusriese LVMH, zu dem bekannte Marken wie Louis Vuitton, Dior und Givenchy gehören, im Jahr 2024 300'000 Euro an die International Fur Federation (IFF) überwiesen hat, um die angeschlagene Pelzindustrie zu unterstützen.

Redaktion Wild beim Wild — 6. März 2025

Der berühmt-berüchtigte Modekonzern ist zwar dafür bekannt, dass er Pelz in den Kollektionen seiner Marken immer wieder verteidigt, doch die aktive Unterstützung eines Verbandes, der sich für die Erhaltung der grausamen Industrie einsetzt, wird für viele Verbraucherinnen und Verbraucher überraschend sein.

Vertrauliche Dokumente, die von GAIA und Respect for Animals veröffentlicht wurden, enthüllen auch Strategien, die die IFF angesichts des anhaltenden Zusammenbruchs des Pelzsektors verfolgt, indem sie nach Verlagerungsstrategien sucht, während die EU ein mögliches Verbot von Pelzfarmen erwägt.

Ukraine als neue Pelzfarm-Region im Visier

Beunruhigenderweise enthüllen die Pläne, dass die Ukraine als mögliche Alternativregion für die Errichtung neuer Pelzfarmen in Betracht gezogen wird.

Sie zeigen auch, wie die IFF versucht, jüngere Modedesigner und jüngere Verbrauchermärkte durch Kommunikationskampagnen zu ködern, um die Grausamkeit von Pelz unter einem ökologischen Image zu verbergen. Das Tierschutzproblem der Pelzindustrie ist offensichtlich.

In Pelzfarmen werden Wildtiere wie Nerze, Füchse und Marderhunde ihrer natürlichen Verhaltensweisen wie Schwimmen, Jagen oder Laufen beraubt, was dazu führt, dass sie Verhaltensstörungen wie Selbstverstümmelung entwickeln.

«Die Verbraucher müssen wissen, dass sie beim Kauf von Produkten von Dior, Givenchy, Kenzo oder Louis Vuitton indirekt die Tierquälerei unterstützen. Wir rufen die Öffentlichkeit auf, alle LVMH-Marken zu boykottieren, solange sie weiterhin an der Misshandlung und Schlachtung von Tieren mitwirken.» Ann De Greef, Geschäftsführerin, GAIA

EU erwägt vollständiges Pelzfarmverbot

Erst vor einigen Wochen veröffentlichte GAIA schockierende Bilder aus einer Pelztierfarm in Polen, die schwere Grausamkeiten gegenüber diesen Wildtieren enthüllten. In der EU gibt es 21 Mitgliedstaaten, in denen die Pelzproduktion aus Gründen des Tierschutzes und der öffentlichen Gesundheit ganz oder teilweise verboten ist.

Die Europäische Kommission erwägt ein vollständiges Verbot (eine endgültige Entscheidung wird bis 2026 erwartet), nachdem 1,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger ein pelzfreies Europa gefordert haben. GAIA fordert LVMH auf, die Nutzung und Finanzierung der Pelzlobby unverzüglich einzustellen, und ruft die Öffentlichkeit auf, den Konzern über die Website stoplvmh.be herauszufordern. LVMH spricht zwar über Ethik, finanziert aber aktiv die grausame Ausbeutung von Pelztieren. Mehr zu den Tierrechten.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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