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Jagd

Wolfsmassaker Wallis: 27 von 34 Wölfen erlegt

Die Wölfe werden nicht verstehen, wie ihnen geschieht. Da werden sie zuerst von Menschen während Jahren wegen fahrlässigem Herdenschutz in ihrem Revier ausgiebig gefüttert. Und jetzt wird plötzlich überall scharf auf sie geschossen, ohne dass sie diesen Menschen je feindlich gesinnt waren.

Redaktion Wild beim Wild — 11. Januar 2024
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Am 1. Dezember 2023 hat die kantonale Wildhut einen Jungwolf aus dem Augstbord-Rudel entnommen, innerhalb des bewilligten Perimeters im Rahmen des Wolfsmassakers.

Chronologie des Massakers

Update 27.1.2024: 27 Wölfe wurden erlegt.

Update 8.1.2024: Am gestrigen Sonntag, dem 7. Januar, wurde der 23. Wolf im Kanton Wallis erlegt.

Update 3.1.2024: 21 Wölfe im Wallis massakriert.

Update 21.12.2023: Bereits 19 Wölfe wurden im Wallis massakriert.

Update 18.12.2023: Siebzehn Wölfe wurden im Wallis innerhalb von achtzehn Tagen getötet.

Update 14.12.2023: Drei weitere Wölfe wurden heute getötet.

Update 13.12.2023: Jungwolf aus dem Rudel Hèrens.

Update 8.12.2023: Seit Dienstag wurden fünf weitere Tiere erlegt. Dies zeigt die Website des Kantons, auf der die getöteten Tiere aufgelistet werden.

Update 7.12.2023: Ein Hobby-Jäger erlegt einen Wolf aus dem Rudel Hérens.

Update 6.12.2023: Ein Hobby-Jäger und ein Wildhüter erlegten 2 weitere Wölfe aus dem Augstbord-Rudel.

Update 5.12.2023: Wildhüter erlegen zwei weitere Wölfe aus Rudeln im Oberwallis und im Unterwallis.

Rösti ordnet Regulierung an

Nach der Zustimmung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) und auf Anordnung von Bundesrat Albert Rösti (SVP) hatte Staatsrat Frédéric Favre die unwissenschaftliche Regulierung des Wolfs im Wallis angeordnet.

Staatsrat Frédéric Favre hat den unverhältnismässigen Regulierungsabschuss für die Rudel von Nanz, Augstbord, Hérens-Mandelon, Le Fou-Isérables, Les Toules, Les Hauts-Forts und Chablais bewilligt. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hatte am 27. November 2023 dem Regulierungsgesuch der Dienststelle für Jagd und Blödsinn vom 15. November zugestimmt.

Am 1. Dezember 2023 hat die kantonale Wildhut, begleitet von der Unterstützungsgruppe Hobby-Jagd, im Rahmen der unsinnigen Wolfsregulierung einen Jungwolf aus dem Augstbord-Rudel innerhalb des bewilligten Perimeters entnommen.

Sieben von dreizehn Rudeln sollen ausgerottet werden

Der erlegte Wolf wird nach dem üblichen geltenden Verfahren autopsiert werden. Die genetische Analyse wird im Labor für Naturschutzbiologie der Universität Lausanne durchgeführt.

Der Kanton wird fortfahren, alle sieben der dreizehn Wolfsrüdel, die es derzeit im Wallis gibt, vollständig zu entnehmen. Dies entspricht einer Gesamtentnahme von etwa 34 Wölfen aus einer Population, die auf 90 bis 120 Individuen geschätzt wird. Die gesamte Entnahme könnte mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Die Genehmigung zur Regulierung ist bis zum 31. Januar 2024 gültig. Bis dahin werden die Anzahl der entnommenen Wölfe und die Informationen auf der dafür vorhergesehenen Internetseite der Dienststelle für Jagd und Blödsinn im Wallis veröffentlicht: www.vs.ch/de/web/scpf/regulation-proactive-du-loup

Das Wolfsmanagement in der Schweiz ist jetzt vollends faktenfrei.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

Mitmach-Aktion: Fordert bei Eurer Gemeinde aufgrund der katastrophalen Politik von Bundesrat Albert Rösti (SVP) ein Erlassgesuch für die Bundes- und Kantonssteuern aufgrund des neulich bewilligten Abschusses von Wölfen in der Schweiz. Den Musterbrief könnt ihr hier downloaden: https://wildbeimwild.com/ein-appell-fuer-eine-veraenderung-in-der-schweiz/

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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