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Tierwelt

Güllegesetz Luzern: Bundesgericht besteht auf Umsetzung

Ein wegweisendes Urteil für die Umwelt, für mehr pflanzliche statt tierische Lebensmittel - und damit für die Initiative «Für eine sichere Ernährung».

Redaktion Wild beim Wild — 29. Februar 2024

420’000 Schweine, mehr als Menschen

420’000 Schweine leben permanent im Kanton Luzern, mehr als Menschen.

Die Höchstwerte für Dünger, die von den Umweltzielen der Landwirtschaft seit 2008 vorgegeben sind, werden durch die hohen Nutztierbestände massiv überschritten.

Zu viel Gülle, Phosphor und Stickstoff schädigen dadurch Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität, Wälder und Trinkwasser. Und der Baldegger-, Hallwiler- und Sempachersee müssen wegen zu viel Gülle seit Jahrzehnten künstlich mit Sauerstoff beatmet werden.

Bundesgericht: Güllegesetz muss umgesetzt werden

Das Bundesgericht hat jetzt entschieden, dass das neue Güllegesetz des Kantons Luzern umgesetzt werden muss. Das bedeutet weniger Gülle im Einzugsgebiet der Seen und dass die Tierbestände nicht mehr erhöht werden dürfen. Dagegen hatten 145 betroffene Bäuerinnen und Bauern geklagt.

Das Urteil ist wegweisend für eine gesunde Umwelt, mehr pflanzliche statt tierische Lebensmittel und die Sicherstellung von sauberem Trinkwasser, Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit.

Subventionen verhindern Neuausrichtung

Die Landwirtschaftspolitik fördert mit unseren Steuergeldern Produktion und Konsum von tierischen Lebensmitteln massiv mehr als von pflanzlichen, mit 2,3 Milliarden zu 0,5 Milliarden Franken, und verhindert damit die dringend nötige Neuausrichtung der Land- und Ernährungswirtschaft.

Dass es auch anders geht, beweist Hanspeter Hunkeler auf seinem Hof im Kanton Luzern. Er hat auf weniger Tiere umgestellt. Und auf seinen Ackerflächen baut er Dinkel, Weizen, Mais und Soja an, nicht als Tierfutter, sondern für die direkte menschliche Ernährung. So erntet er auf seinen Ackerflächen mehr als das Zehnfache an Kalorien für uns Menschen. Dabei nutzt er die Biodiversität für seine Produktion, denn je mehr Biodiversität auf den Äckern, desto mehr Ertrag.

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