St. Gallen startet mit einer überarbeiteten Jagdausbildung, die besser vorbereiten soll, ins Ausbildungsjahr 2026/2027.
Offenbar hatte die Jagdausbildung im Kanton St. Gallen bis anhin nicht genügend Praxisbezug, unklare Strukturen und niedrige Standards.
Ziel der Neuausrichtung ist es, angehende Hobby-Jäger fundierter, praxisnäher und verantwortungsbewusster auf ihre künftige Rolle vorzubereiten. Neben dem obligatorischen Startmodul müssen neben den theoretischen Ausbildungsinhalten auch jagdpraktische Erfahrungen gesammelt werden.
Unlängst haben der Leiter des Amtes, Dominik Thiel, und ein Wildhüter vorgelebt, was das in der Praxis ungefähr bedeuten kann. Beide nahmen auf Kosten der Steuerzahler an einer mehrtägigen Wolfsjagd in Russland teil, was von Naturschutzverbänden kritisiert wurde. Zum Einschiessen hat Dominik Thiel zum Spass mit dem Kleinkaliber ein graues Eichhörnchen aus einem Baum herausgeschossen und stolz mit einem breiten Grinsen vor der Kamera präsentiert.
Die neue Ausbildung 2026/2027 wird in enger Zusammenarbeit mit den sektiererischen Jägervereinigungen und Jagdgesellschaften durchgeführt.
Jagd schützt nichts und nützt nichts
Das hat alles nichts mit Jagd, Respekt, Wissenschaft, Ethik oder Tierschutz zu tun, sondern ist eine schwere pathologische Störung.
Wer sinnlos Wildtiere tötet, schützt nicht und der zivilisierten Gesellschaft nützt es nichts. In der Schweiz gibt es jedes Jahr menschliche Verletzte und Todesopfer durch die Risikogruppe Hobby-Jäger. Hobby-Jagd und ihr Gemetzel, organisiert durch die kantonalen Verwaltungen, ist kein wissenschaftliches, wild biologisch sinnvolles oder professionelles Wildtiermanagement. Die Mitarbeiter dieser Behörden vertreten immer noch den Standpunkt, dass Tierquälerei Tradition ist. Nicht nur für den Fuchs besteht zahlenmässig keine Abschussplanung, da kann jeder Hobby-Jäger einfach draufhauen, je nach Lust und Laune.
In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege der Schweizer Hobby-Jäger befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten laut der UNO in keinem Land der Welt so gross, wie in der Schweiz.
Die Amateur-Jäger schaffen seit Jahrzehnten ein ökologisches Ungleichgewicht in der Kulturlandschaft mit teils dramatischen Folgen (Schutzwald, Krankheiten).
Die zweijährige Ausbildung
Naturfreunde machen aktiv schöne Erlebnisse in der Natur, ohne Wildtiere zu exekutieren, damit sie sich wohlfühlen. Es gibt unzählige lobenswerte Menschen, welche die Natur auch nutzen, hegen und pflegen – nachhaltige, selbstlose Arbeit leisten bei der Feuerwehr, Zivilschutz, Tierschutz, Bergwaldprojekt, Trockenmauern erstellen, Biotope pflegen, Landdienste absolvieren, Rehkitzrettung, Wildtierstationen, usw. Keinem von denen käme es in den Sinn, dafür ein gewaltsames Opfer in der Form eines Lebewesens zu fordern, wie dies die Hobby-Jäger tun.
Dass man sich mit der unethischen Hobby-Jäger-Ausbildung wie bei einer Sekte Unfug und unwissenschaftlichen Nonsens aneignet, merkt der geprellte Absolvent erst später.
Wer den Jagdschein macht, erhält immer zweierlei: einen Schein fürs Töten und einen Schein fürs Verblöden.
Dossier Jagdverwaltung St. Gallen:
- Jagdzeit bis Silvester: Abschussdruck statt Wildtiermanagement
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