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Wildtiere

Wildschweine siedeln sich im Kanton Luzern an

Vor 150 Jahren lebten in der Schweiz keine Wildschweine mehr. Aufgrund der grossflächigen Abholzung und Übernutzung der Wälder im 19. Jahrhundert oder der freiheitlichen Volksjagd galten die Wildtiere in ganz Europa als ausgerottet. Im 20. Jahrhundert eroberten sich die Wildschweine weite Teile ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets zurück und wanderten vor rund 40 Jahren von Frankreich, Deutschland und Italien in die Schweiz ein.

Redaktion Wild beim Wild — 26. September 2025

Man kann praktisch nicht feststellen, dass Wildschweine die Zentralschweiz besiedeln.

Die Zentralschweiz oder Innerschweiz ist eine der sieben Grossregionen der Schweiz. Sie umfasst die Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug und liegt nördlich des Alpenhauptkamms. Luzern zum Beispiel grenzt an die stark von Wildschweinen besiedelten Kantone Zürich, Aargau und Bern sowie nahe dazu auch Solothurn – und trotzdem hat eine Besiedelung im Kanton Luzern in den vergangenen 20 Jahren nicht wirklich stattgefunden. Und dies, obwohl in derselben Zeit in den benannten Kantonen die Jagdstrecke fast überall zugenommen habe. Lange galten Wildschweine im Kanton Luzern als seltene Durchreisende.

Einzelne Tiere wurden immer wieder gesichtet, blieben jedoch nie dauerhaft. In diesem Jahr änderte sich die Situation: An der Rigi haben sich mehrere Wildschweine erfolgreich vermehrt und bilden erstmals eine Rotte – eine Gruppe, bestehend aus mindestens einem Muttertier und den diesjährigen Jungtieren.

Wildschweine sind Allesfresser, die sich an unterschiedliche Lebensräume anpassen können. Tagsüber bleiben sie meist versteckt, nachts suchen sie nach Nahrung. Ihre Wühltätigkeit im Wald kann den Boden auflockern und die Durchlüftung verbessern. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen können die Tiere jedoch innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden verursachen.

Um Konflikte zu vermeiden, sind frühzeitige Präventionsmassnahmen entscheidend. Der Fachbereich Jagd der Dienststelle Landwirtschaft und Wald steht in engem Austausch mit den örtlichen Jagdgesellschaften. Bei auftretenden Schäden oder Fragen zu Schutzmassnahmen sollten sich Betroffene unverzüglich an die Jagdaufsicht wenden, wie die Dienststelle Landwirtschaft und Wald am Freitag, dem 26.9.2025, mitteilte.

Die Ansiedlung der Wildschweine an der Rigi markiert einen wichtigen Wendepunkt für die Wildtierpopulation im Kanton Luzern. Beobachter und Landwirte werden die Entwicklung in den kommenden Monaten aufmerksam verfolgen.

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