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Jagd

Deutsche Stierkämpferin tötet Stiere in Spanien

PETA erstattet Strafanzeige gegen erste deutsche Stierkämpferin

Redaktion Wild beim Wild — 3. September 2021

Als erste deutsche Stierkämpferin tötete Clara Sofie Kreutter am 16. August in der Arena im spanischen Ledaña zwei Stiere.

PETA erstattet Strafanzeige

PETA erstattete nach Prüfung des Sachverhalts am 31.8.2021 bei der Staatsanwaltschaft Siegen Strafanzeige gegen Kreutter wegen des Verdachts auf Verstoss gegen das Tierschutzgesetz. Die Tierrechtsorganisation setzt sich für ein Verbot von Stierkämpfen ein.

Zu ihrem eigenen Vergnügen sowie zur Unterhaltung zahlender Besuchender hat Kreutter ein empfindsames Lebewesen mit wiederholten Lanzen- und Messerstichen langsam zu Tode gequält. Für Kreutter fordern wir juristische Konsequenzen. Dieser grausame Brauch muss endlich in die Geschichtsbücher verschwinden.

Peter Höffken, Fachleiter des Kampagnenteams bei PETA

Rituelle Tierqual stösst auf immer breitere Ablehnung

Umfragen zufolge lehnen auch die meisten Spanierinnen und Spanier das rituelle Töten in der Arena ab. Beim berittenen Stierkampf stacheln sogenannte Toreros den Stier vom Pferd aus immer wieder an, rammen Lanzen in seinen Körper und schwächen ihn systematisch. Die Verharmlosung der Gewalt gegen wehrlose Tiere kann bei Zuschauenden zu emotionaler Abstumpfung führen.

Update 11.1.2022: Die Staatsanwaltschaft Siegen hat ein Strafermittlungsverfahren gegen Kreutter eingeleitet (Az.: 41 Js 797/21). Kreutter will weiterhin als Stierkämpferin aktiv sein und ab Ende Februar 40 bis 50 Auftritte planen.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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