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Jagd

Seltene Sumatra-Tiger verenden in Schlingfalle

Nach dem Fund dreier toter Sumatra-Tiger in Indonesien warnt die Naturschutzorganisation WWF Deutschland vor Millionen Schlingfallen in Südostasien.

Redaktion Wild beim Wild — 3. September 2021

Eine Tigermutter mit ihren Jungtieren war in eine der tödlichen Schlingfallen getreten.

Nur noch 600 Sumatra-Tiger in freier Wildbahn

Anwohnende in Buboh, einem Dorf in Süd-Aceh, entdeckten die Tigerkadaver am 24. August 2021 und meldeten sie den Behörden.

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist die kleinste der noch lebenden Unterarten des Tigers. Neben Wilderei hat auch der Verlust des natürlichen Lebensraums durch Palmölplantagen die Zahl stark dezimiert. Auf der Roten Liste der IUCN werden die Tiere als vom Aussterben bedroht geführt. Man geht davon aus, dass es nur noch einige hundert Exemplare in freier Wildbahn gibt.

Drei tote Sumatra-Tiger in Aceh
Die drei toten Sumatra-Tiger in Aceh.

12 Millionen Schlingfallen in Südostasien

Laut einer WWF-Untersuchung aus 2020 liegen allein in Laos, Vietnam und Kambodscha rund 12 Millionen illegaler Schlingfallen aus.

Die Wälder werden förmlich leergefegt. Millionen von Schlingfallen in den südostasiatischen Wäldern gleichen zusammengenommen einem riesigen Schleppnetz, aus dem es für viele Tiere kein Entrinnen gibt.

Dr. Stefan Ziegler, Asien-Referent beim WWF Deutschland
Schlingenfalle
Stahldraht aus den Schlingenfallen, in denen die Tiger gefunden wurden.

Die Schlingfallen-Krise in Südostasien kostet nicht nur Millionen Tiere das Leben und destabilisiert ganze Ökosysteme, sie stellt auch ein enormes Gesundheitsrisiko für den Menschen dar.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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