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Jagd

Jagdgegner aus gutem Grund

Das heutige Jagdwesen ist ein Teufelskreis, an dem Hobby-Jäger und all jene, die damit Geld verdienen, ihre Freude haben.

Redaktion Wild beim Wild — 15. Januar 2023

Wildtiere gehören nicht den Hobby-Jägern (res nullius), sondern genauso gut der nicht jagenden Bevölkerung in der Mehrheit.

Das Verhältnis ist dabei 4 (Hobby-Jäger) zu 96 (Nichtjäger). Deshalb sollte es uns nicht egal sein, wenn eine Minderheit das Gemeingut in unserer Nachbarschaft quält.

Hobby-Jäger gehen so weit, dass sie glauben, sich für ihre Tierquälereien nicht rechtfertigen zu müssen.

Wichtige Eckpfeiler werden im Jagdwesen nicht selten aussen vor gelassen. Es gibt weder eine gute Prävention, dass keine Lebewesen erschossen werden müssen, noch zum Beispiel Geburtenkontrolle, um Wildtierpopulationen zu stabilisieren. Wissenschaftliche Werkzeuge sind dafür längst vorhanden, wie die Immunokontrazeption. Die Hobby-Jagd bedeutet nicht weniger Wild, sondern mehr Geburten und Chaos in der natürlichen Ordnung.

Auch das Argument zur Fleischgewinnung ist faul. In der Schweiz gibt es heute ein Übermass an ungesundem Fleisch, so viel, dass es sogar in immer grösserem Ausmass exportiert wird.

Was ist der Hintergrund für den Begriff Jagdtrieb?

Ganz einfach, juristisch gesehen dürfte es arglistige Täuschung sein. Jagdtrieb kaschiert den Begriff «Tötungstrieb». Nun mag es Hobby-Jäger geben, die tatsächlich glauben, etwas Gutes zu tun. Schon der Begriff Naturschutz ist in dem Zusammenhang absurd. Die heutigen Hobby-Jäger gehen nicht jagen, um sich zu ernähren. Sie gehen, um zu töten, sich am Sterben zu ergötzen, ihre subtilen Machtgelüste über andere Lebewesen zu befriedigen. Krampfhaft versuchen sie ihr Geltungsbedürfnis und fehlendes Charisma über sadistische Ersatzhandlungen zu kompensieren.

Jagdgegner sind die ungehörte Stimme der Wildtiere

Jagdkritiker versuchen, Wildtiere als nicht nur eine Sache darzustellen, welche man konstant militant beseitigen muss. Jagdgegner diagnostizieren Missstände und bieten Hilfestellungen, um zeitgemässe und moralische Wege zu gehen.

Zerschossene Wildtierbestände produzieren jedoch mehr Nachkommen als in unbejagten Gebieten. Hobby-Jäger sind also für die Schäden verantwortlich, besonders für die vielen Wildunfälle. Gäbe es mehr Beutegreifer wie Luchs und Wölfe, gäbe es einen geringeren Schalenwildbestand.

Hobby-Jagd gibt vor, etwas zu sein, was sie gar nicht ist

Der Dachverband der Schweizer Hobby-Jäger schreibt am 29.8.2011: «JagdSchweiz weiss, dass sich Wildtierbestände grundsätzlich, auch in unserer Kulturlandschaft, von selber regulieren würden.»

Dennoch zeigen Hobby-Jäger meist kein Interesse an wichtigen wildbiologischen Erkenntnissen, Ökologie, Tierschutz sowie Ethik. Praktisch alles, was tierschutzwidrig ist, ist waidgerecht.

Kulturlandschaft bedeutet auch, dass man die Kultur der Gewaltlosigkeit gegenüber wehrlosen und schutzbedürftigen Lebewesen praktiziert. Jagd auf Wildtiere zum Spass ist Unkultur. Kein Hobby-Jäger würde etwas für den Arten- oder Naturschutz tun, wenn er nicht töten darf. Das Genfer Modell zeigt seit 1974, dass professionelles Wildtiermanagement ohne Hobby-Jagd funktioniert.

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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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