Kommentar zur ZDF-Sendung «Hobby-Jäger in der Falle»
Eine Deutsche Fernsehanstalt strahlte eine Dokumentation über einen Teil des Jagdunwesens aus, was grosse Wellen schlug.
Mit von der Partie war auch Lucas von Bothmer. Die Jägerschaft hat schon im Vorfeld flegelhaften Druck auf den Sender ausgeübt, wohl in der Hoffnung, dass die Wahrheit nicht gezeigt werden darf.
Das gewohnt Flegelhafte machte die Jägerschaft auch beim Sender MDR, der die Reportage «Gejagte Jäger – zwischen Naturliebe und Blutsport» zur besten Sendezeit in das warme Wohnzimmer lieferte.
In dem ZDF-Beitrag wird richtigerweise anhand einer Studie erwähnt: «Wo mehr gejagt wird, vermehren sich Tierbestände schneller«. Dabei sind auch die Wildschweine gemeint. Es gibt ähnliche wissenschaftliche Fachbeiträge und Fallbeispiele, die bei anderen Wildtierarten ebenfalls in das Jägerlatein schlagen, sehr zum Unwohlsein der Jäger.
Der erstaunte Zuschauer lernte auch, dass das heutige Jagdunwesen von den Freunden Hitlers abstammt.
Lucas von Bothmer ist Chefredakteur der gewaltfördernden Unzeitschrift «jägermagazin.de» und erklärte dem verdutzten Zuschauer, dass die Hobby-Jäger in der Kulturlandschaft jene sind, die die Wildtiere am meisten lieben. Der Hobby-Jäger liebt, was er tötet. Bei der Aussage musste der Hobby-Jäger zwar leer schlucken und erklärte im nächsten Atemzug Notfütterungen als christliche Nächstenliebe. Wildtiermast für den Abschuss ist damit gemeint.
Das Filmteam begleitete den umtriebigen Hobby-Jäger Lucas von Bothmer anschliessend in einen Wald in der Lüneburger Heide, wo man fasziniert mitverfolgen konnte, wie der schwer bewaffnete Wildtierkiller sich wie ein Dieb in seinem liebsten Element, am Gemeinwohl, Hand anlegte. Zwar machte er keine Beute, dafür gab es am Abend dann doch noch Wildbret aus der Tiefkühltruhe der Hobby-Jäger.
Vor laufender Kamera schwärmte er, wie in einem Wahn, von einem Stück Fleisch eines jungen Hirsches. Er vergass dabei, dass er dieses krankheitsfördernde Fleisch ohne Gewürze an einer Sosse praktisch gar nicht schlucken könnte. Nicht umsonst rät das Bundesamt für Risikobewertung Schwangeren, Kinder usw. aufgrund seiner Toxizität kein Wildbret zu essen. Die Leber bei allen Menschen kann die Harnsäure nach dem Konsum von Wildbret nicht verarbeiten, was zu Rheuma, Arthrose, Gicht, Leberkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, usw. führen kann. Auffallend viele Hobby-Jäger leiden an diesen Krankheiten, nachdem sie sich über die Jahre «meditativ!» in der von ihnen verunstalteten Natur aufgehalten haben.
In einer Zusammenfassung der Aussagen des Hobby-Jägers Lucas von Bothmer kann man formale egoistische Denkfehler erkennen, die auf schwere psychische Störungen hinweisen. Der Hobby-Jäger hat zwei Gesichter, wobei er das Negative nicht mehr unter Kontrolle hat. Immerhin weiss er noch, dass es einen Christus gab, der zwar von Liebe und ewigem Leben predigte und nicht von ewigen Jagdgründen.
In der Dokumentation des ZDF sind in der einschlägigen Szene auch «Jägerpornos» genannte Filmausschnitte zu sehen, sowie sektiererische Rituale im Wald. Jedem wird klar, dass es sich hier um einen Kult des Todes, in der christlich geprägten Zivilisation kann man auch «etwas Höllisches» sagen, handelt, bei dem sich der Hobby-Jäger wohlfühlt.
Gegen Ende des Filmbeitrags konnte man endlich aufatmen und war froh, dass die Kameras nach Genf schwenkten.
Die Empörungen über die Jägerschaft unterscheiden sich von Region zu Region. Was eigentlich nur heisst, die Hobby-Jäger haben kein Konzept, welches bei einer genaueren Analyse Bestand hat. Der gemeinsame Nenner der Jägerschaft ist überall immer nur das Jägerlatein.
Für den normalen Teil der Bevölkerung bedeutet dies, dass sie nur hoffen kann, dass die Natur nicht auch noch in Zukunft einem von Jägerhand bewirtschafteten Kriegsgebiet und Friedhof gleicht, in dem sich die jagdbaren Wildtierarten in ständiger Todesangst gestresst verstecken müssen.
Eine Abschaffung der Hobby-Jagd würde für alle eine enorme Wertsteigerung an Lebensqualität bedeuten, wie das Beispiel Genf und andere Regionen zeigen. Die Natur hat ein professionelles Wildtiermanagement bitter nötig.
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