Herdenschutz funktioniert auch in der Surselva
Im ersten Halbjahr 2021 wurden in Graubünden gerade mal sechs Wolfsangriffe verzeichnet, davon drei in der Surselva.
Dies ist ein bedeutender Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als im selben Zeitraum rund 15 und davon alleine im Monat Juni neun Angriffe auftraten, vornehmlich in der Surselva.
50 % mehr Herdenschutzhunde
Dies, obwohl die Wolfspopulation weiter wächst. Der markante Rückgang an Rissen ist der Verdienst der grossen Bemühungen der Tierhaltenden beim Herdenschutz. Eine deutliche Steigerung (50 %) des Einsatzes von Herdenschutzhunden und viel mehr wolfsabweisende Zäune führen in der Surselva zum Erfolg im Herdenschutz.
Der Herdenschutz mit geeigneten Hunden und Zäunen kann Risse nachweislich deutlich reduzieren, auch wenn einzelne Angriffe trotzdem vorkommen können. Die Tierhaltenden haben mit dem Ausbau eine beeindruckende, zukunftsweisende Leistung gezeigt, wofür ihnen die Gruppe Wolf Schweiz Anerkennung zollt und dankt.
Surselva als Vorbild für das Prättigau
Die Ausbreitung des Wolfes in weitere Gebiete hält an. Im Prättigau könnte dieses Jahr aufgrund der Paarpräsenz eine Rudelbildung erfolgen. Aufgrund der grossen Probleme der seit Jahrzehnten überhöhten Wildbestände, die in 60 % der Prättigauer Wälder die natürliche Verjüngung verunmöglichen, ist die Rückkehr des Wolfes sehr zu begrüssen und notwendig.
Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd
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Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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