Liechtenstein-Prinz Emanuel erlegt auf peinlicher Pirsch falschen Braunbär als Trophäe.
Abschussbewilligung für den falschen Bär
Die Braunbären sind in ganz Europa streng geschützt. Doch mit Geld können sich reiche Ausländerinnen und Ausländer trotzdem eine Abschussbewilligung erkaufen. Prinz Emanuel ging am 12. März in den Karpaten auf Bärenjagd und schoss gemäss der rumänischen Umweltorganisation Agent Green den «grössten Bären Europas» ab – Braunbär «Arthur».
«Gleich verwerflich wie Elfenbeinhandel»
Arthur war 17 Jahre alt und der grösste in Rumänien je beobachtete Bär. Es ist klar, dass der Prinz nicht gekommen ist, um das Problem der Einheimischen zu lösen, sondern um den Bären zu töten und die grösste Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Wir haben es mit Wilderei zu tun, da er den falschen Bären erschossen hat.
Gabriel Paun, Präsident von Agent Green
«Das ist gleich verwerflich wie der Elfenbeinhandel», sagt Gabriel Paun. Denn Abschüsse grosser männlicher Tiere schwächen die Bärenpopulation. Das sei wissenschaftlich bewiesen. Der Umweltschützer fordert ein totales Verbot der Trophäenjagd für Ausländerinnen und Ausländer.
Schweizer Hobby-Jägerschaft im Ausland auf Trophäenjagd
1’500 bis 2’000 Schweizer Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger reisen jedes Jahr auf Trophäenjagd ins Ausland. Schweizer Hobby-Jägerschaft tötet jedes Jahr im Ausland rund 50 geschützte Tiere wie Elefanten, Löwen oder Krokodile. Die Einfuhr von Jagdtrophäen wird vom Bund bewilligt.
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Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Rolle und Kritik der Hobby-Jäger beleuchten wir Ausbildung, Macht und Selbstbild der Hobby-Jäger. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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