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Jagd

Färöer begrenzen Delfin-Massaker auf 500 Tiere

Die Färöer-Inseln begrenzen die jährliche Delfinjagd auf 500 Tiere. Tierschutzorganisationen kritisieren die Regelung als unzureichend.

Redaktion Wild beim Wild — 10. Juli 2022
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Nach einem Aufschrei der Empörung über fast 1500 getötete Delfine im September vergangenen Jahres geben die Färörer-Inseln nun nur noch eine bestimmte Zahl an Tieren zur Jagd frei.

Es solle für 2022 und 2023 eine jährliche Quote von 500 Delfinen gelten, teilte am Sonntag die autonome Regierung der zu Dänemark gehörenden Inseln mit. Zuvor hatten fast 1,3 Millionen Menschen eine Petition zum Verbot der als «Grindadrap» bezeichneten traditionellen Jagdpraxis unterzeichnet.

Im September vergangenen Jahres hatten Jäger binnen eines Tages mehr 1’423 Delfine in einen Fjord getrieben und anschliessend getötet. Fotos der blutigen Kadaver am Strand lösten in Online-Netzwerken Entsetzen und Empörung aus. Anhänger der Jagd verweisen dagegen darauf, dass Delfine und die ebenfalls gejagten Wale seit Jahrhunderten zur Ernährung der Bevölkerung auf den Inseln beitragen.

Im Rahmen dieses einen Grinds – dem Treiben von Kleinwalen in eine Bucht, um dort mit Messern und Lanzen getötet zu werden – wurden mehr Tiere dieser Delphinart getötet als die Gesamtzahl in den vergangenen 10 Jahren. Der Bestand des Weissseitendelphins ist auch auf Grund der durch den Klimawandel bedingten Veränderungen des Lebensraumes im Atlantik in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Entsprechende Ereignisse können durchaus auch negative Auswirkungen auf den Fortbestand der Art haben.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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