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Tierwelt

Beutegreifer statt Gift: Eulen und Füchse gegen Mäuse

In Thüringer Wäldern hilft die Fauna der Flora und bringt einen erfreulichen Nebeneffekt mit sich. Mäuseplage im Wald bleibt aus.

Redaktion Wild beim Wild — 30. März 2021

Füchse, Eulen und Greifvögel haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, Thüringens Wäldern Mäuseplagen zu ersparen.

Beutegreifer reduzieren Mäusegift

Die Beutegreifer waren nach Darstellung der Landesforstanstalt derart fleissig, dass auch ihretwegen der Einsatz von Mäusegift im Wald deutlich reduziert werden konnte. Von 2017 bis 2019 seien auf 36 Hektar sogenannte Rodentizide ausgebracht worden – bis Ende der 1990er Jahre seien noch 1’200 Hektar pro Jahr betroffen gewesen.

«Wir sorgen dafür, dass der Fuchsbestand auf betroffenen Kulturen nicht reduziert wird», so Horst Sprossmann, Sprecher von Thüringenforst. «Kleine Öffnungen in den Zäunen ermöglichen Füchsen, auf die Fläche zu kommen, und für Greifvögel und Eulen werden hohe Hölzer errichtet.»

Natürliche Schädlingsbekämpfung

Auch könne man es den Mäusen ungemütlich machen, indem verhindert wird, dass Gras auf dem Waldboden wächst. Daher würden etwa teils Altbestandsbäume stehen gelassen, deren Schatten den Graswuchs verhindere. Von insgesamt etwa 200’000 Hektar Staatswald gehe es aktuell um die Aufforstung von 20’000 Hektar.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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