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Jagd

Hobby-Jäger sollen Wildschweine brutal getötet haben

Anwohner werden nachts von Schüssen aufgeschreckt. Hobby-Jäger sollen in einer Kleingartenanlage bei Frankfurt Wildschweine brutal getötet haben.

Redaktion Wild beim Wild — 26. April 2021

Am späten Abend des 25. März werden Anwohnende der Kleingartenanlage «Neue Welt» bei Frankfurt (Oder) von Schüssen aufgeschreckt.

45 Minuten Massaker an Wildschweinen

Einem Zeitungsbericht zufolge wurden drei Muttertiere und 21 Frischlinge in der Nähe der Kliestower Strasse in einen Gitterkäfig gelockt und darin nacheinander von der Hobby-Jägerschaft erschossen. Anwohnende berichteten über Schüsse sowie Schreie und Quieken der Wildschweine über einen Zeitraum von 45 Minuten. PETA hat Strafanzeige gegen unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) erstattet.

Wildschweine in Käfigfallen zu töten, ist Tierquälerei. Die Wildschweinjagd ist zudem völlig sinnlos. Bei Tötungen wegen der Afrikanischen Schweinepest geht es einzig und allein darum, die Profite der Landwirtinnen und Landwirte zu schützen.

Peter Höffken, Fachreferent bei PETA

Wildschweintötungen schützen nur Profite

Im Jagdjahr 2019/2020 stieg die Anzahl der getöteten Tiere gegenüber 2016/2017 bundesweit um rund 50 Prozent auf 882’231 Tiere an. Eine verstärkte Bejagung ist jedoch nicht zielführend: Die Seuche wird hauptsächlich durch kontaminierte Speise- und Schlachtabfälle, also durch den Menschen, übertragen.

Der hohe Jagddruck ist zudem kontraproduktiv, da er zum Wachstum der Gesamtpopulation führt. Forschende konnten beweisen, dass die Geschlechtsreife weiblicher Tiere in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt und die Geburtenrate steigt.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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