4. Juni 2026, 17:23

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Zoo

Der zweite Schneeleopard im Zoo Basel ist gestorben, ein drittes Tier hat eine Gangstörung

Im Juni 2024 kamen drei Schneeleoparden zur Welt. Die Vorzeichen für die Jungtiere waren nicht vielversprechend. Nun ist nur noch eines übrig geblieben.

Redaktion Wild beim Wild — 22. Mai 2025

Vishal und Vakaris erkrankten im April 2025 unerwartet.

Vishal überlebte nicht. Vakaris hat derzeit Probleme mit seinem Gang.

Der zehn Monate alte Schneeleopard Vishal ist gestorben. Das meldet der Zoo Basel. Mitte April waren Vishal und sein Bruder Vakaris, beide aus demselben Wurf, krank geworden. Sie litten an wässrigem Durchfall und wiesen einen torkelnden Gang auf. Sofort seien tiermedizinische Massnahmen zur Behandlung des Durchfalls eingeleitet worden, schreibt der Zoo.

Die Tierärzte gingen zunächst davon aus, dass ihre Schwierigkeiten beim Gehen von ihrem schlechten Allgemeinzustand stammten. Doch auch als es ihnen besser ging, blieb der unsichere Gang bestehen.

Ende April wurde Vakaris, da es ihm zu diesem Zeitpunkt schlechter ging, in Narkose untersucht. «Trotz umfassender Analyse von Blut, Rückenmarksflüssigkeit und Augen konnte keine Ursache für die neurologischen Symptome festgestellt werden», so der Zoo.

Der geschwächte Vishal starb schliesslich am 9. Mai. Die pathologische Untersuchung seines Körpers dauert noch an. Vakaris geht es den Umständen entsprechend gut.

Schneeleopardendrillinge waren eine Überraschung

Vishal und Vakaris kamen zusammen mit Schwester Vaya am 19. Juni 2024 auf die Welt. Bereits kurz nach ihrer Geburt kränkelten Vaya und Vakaris. Sie litt an einer angeborenen Hüftdysplasie, er hatte ein leicht eingerolltes Unterlid und musste in Narkose operiert werden. Vaya starb überraschend nur neun Wochen nach ihrer Geburt.

Die Drillinge waren nicht geplant. Der Zoo Basel hatte keine Zuchtempfehlung. Die Basler Schneeleoparden sind genetisch leicht überrepräsentiert, das heisst, ihre Gene finden sich schon in zu vielen anderen Zoos.

Schneeleopardenkatze Rangi und -kater Mekong werden normalerweise getrennt, wenn Rangi rollig ist. Als jedoch ihre Jungen aus einem Wurf von 2022 aus Basel abtransportiert wurden, wurden Rangi und Mekong zusammen im Aussenbereich des Schneeleopardengeheges untergebracht. Dabei übersah man, dass Rangi paarungsbereit war, und es kam zur ungewollten Begattung.

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