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Kunterbunt

Departement Rösti: Kein Grenzwert für hochgiftiges Insektizid

Gift für das Wasserschloss Europas, für die Biodiversität und die Bodenfruchtbarkeit und für unsere Ernährungssicherheit.

Redaktion Wild beim Wild — 6. Februar 2025

Für das hochgiftige Insektizid Deltamethrin soll kein Grenzwert eingeführt werden, damit es Bauern weiterhin einsetzen können.

Das Departement von Albert Rösti hat eine entsprechende Empfehlung des Bauernverbandes übernommen, schreibt das SRF.

«Wenn dieser Wirkstoff wegfällt, haben wir dort keinen Schutz mehr. Wir stehen dann eigentlich vor dem Nichts», sagt David Brugger, Leiter Pflanzenschutz beim Schweizer Bauernverband.

Gift für das Wasserschloss Europas

Diese Aussage zeigt, wie fest unsere Lebensmittelproduktion in den Händen von Syngenta und Bayer liegt. Das ist Gift für das Wasserschloss Europas, für die Biodiversität, die Bodenfruchtbarkeit und die Ernährungssicherheit. Man bedenke: Seit 2005 sind 218 Wirkstoffe für Pestizide wegen Gesundheitsschäden und Umweltschäden verboten worden.

Unsere Bäuerinnen und Bauern dürfen nicht länger von der giftigen und umweltschädlichen Pestizidchemie abhängig gemacht werden. Sie müssen auf nachhaltige Anbausysteme umgeschult werden, wie Mischkulturen, Agroforstwirtschaft und regenerative Landwirtschaft. Diese erhöhen die Bodenfruchtbarkeit und die Biodiversität, steigern so die Erträge und ersetzen Pestizide mit natürlichem Pflanzenschutz. Das sorgt auch für sauberes Trinkwasser.

Wo dagegen riesige, monoton bepflanzte Flächen vorherrschen, sind die Vielfalt und Menge der nützlichen Lebewesen deutlich verringert und die Landwirtschaft gerät in die Abhängigkeit von Pestiziden. Und das wirkt sich am Ende auch negativ auf die landwirtschaftlichen Erträge aus. Mehr zum Umwelt- und Naturschutz.

Infografik zu Pestizideinsatz und Biodiversitätsverlust in der Schweiz

Volksinitiative für eine sichere Ernährung

Mit der Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser» fordern wir die Sicherstellung der Biodiversität und der Bodenfruchtbarkeit.

Diese «Gratisdienstleistungen» der Natur ersetzen Pestizide, sorgen für eine nachhaltige Landwirtschaft und damit für Produktionssicherheit der Bäuerinnen und Bauern – und für eine sichere Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser.

Dafür sollen auch die Subventionen, die Förderung von Forschung, Beratung und Ausbildung sowie andere staatliche Anreize den Wandel hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft unterstützen und die Land- und Ernährungswirtschaft auf die Produktion und den Konsum von mehr pflanzlichen Lebensmitteln ausrichten.

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