Australien: TV-Spots gegen Hobby-Jäger
In Australien hat sich eine starke Gruppierung zusammengeschlossen, um die Regierung des Landes unter Druck zu setzen, die Entenjagd zu verbieten. Die Gruppe, «Regional Victorians Opposed to Duck Shooting» genannt, hat eine Reihe von Fernsehwerbungen geschaltet, die über den ganzen Staat gesendet werden. Bewohner und Unternehmer, die in der Nähe von Feuchtbiotopen leben, berichten in
In Australien hat sich eine starke Gruppierung zusammengeschlossen, um die Regierung des Landes unter Druck zu setzen, die Entenjagd zu verbieten.
Die Gruppe, «Regional Victorians Opposed to Duck Shooting» genannt, hat eine Reihe von Fernsehwerbungen geschaltet, die über den ganzen Staat gesendet werden.
Anwohner berichten über negative Auswirkungen
Bewohner und Unternehmer, die in der Nähe von Feuchtbiotopen leben, berichten in den vier TV-Spots darüber, wie ihr Leben wegen der Hobby-Jagd negativ betroffen ist, schreibt die Mail-Times.
Die Gruppe sagt, ihre Mitglieder hätten vorgängig erfolglos zahlreiche Briefe geschrieben und um Treffen mit der Landesregierung gebeten. Die Werbung im Fernsehen werde jetzt «so lange wie möglich» laufen.
«Die Entenjagd-Debatte dreht sich oft um Tierschutz und die angeblichen Rechte der Hobby-Jäger, ihre Freiheit in der Freizeit zu geniessen, aber es gibt einen dritten bedeutenden Akteur, dessen kollektive Stimme unbemerkt bleibt», sagte ein Sprecher.
«Es sind diejenigen von uns, die Eigentum besitzen, in diesen Gemeinschaften leben, arbeiten und Familien gründen. Für mindestens drei von zwölf Monaten sind unser tägliches Leben und unsere Geschäfte gestört. Unsere grundlegenden Menschenrechte, in Frieden und ohne Angst zu leben und zu arbeiten, stehen hinter den Rechten einer Minderheit, die gerne unsere einheimischen Wasservögel erschiessen.»
Weniger als 0,4 % der Bevölkerung jagen Enten
«Es ist eine grosse Sache für uns, in diesen TV-Spots Klartext zu reden und zu wissen, dass die Schiesslobby uns unweigerlich anvisieren wird, aber wir sind es leid, die versteckten Opfer des Entenschiessens zu sein.»
Die neuesten Lizenzstatistiken der Wildtiermanagementbehörden zeigen, dass im Jahr 2016 weniger als 0,4 Prozent oder 25’646 Lizenzinhabern der viktorianischen Bevölkerung auf die Entenjagd gingen.
In New South Wales, Western Australien, Queensland und im Australian Capital Territory sind die Freizeitentenjagden verboten. Mehr zum Tierschutzproblem der Hobby-Jagd.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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