Tessiner Hobby-Jäger schiessen auf Hund, Schaf, Pferd und Jäger
Immer wieder geschehen im Tessin schreckliche Gewalttaten durch Hobby-Jäger.
Tessiner Hobby-Jäger fürchten sie voreinander
Er wollte ein Wildschwein erlegen, traf und tötete aber ein Pferd.
Verwechslungen bei Nachtjagd im Tessin
So geschehen Mitte August 2021 im Val Colla. Dieser Jagdunfall ereignete sich in der Nähe des Dorfes Scareglia. Andere, nicht bestätigte Berichte sprechen von einem zweiten Vorfall, der in den letzten Tagen ein Schaf ebenfalls im Val Colla während der Hobby-Jagd das Leben gekostet haben soll. Es war jedoch nicht möglich, Informationen vom Amt für Jagd und Fischerei in Bellinzona zu erhalten.
Dieser bedauerliche Vorfall ereignete sich im Rahmen einer selektiven Jagdkampagne, die als «Guardiacampicoltura» bezeichnet wird. Dabei reguliert die Hobby-Jägerschaft gar nichts, sondern reduziert kurzfristig.
Die Jagdsaison hat noch nicht einmal begonnen, aber diese Meldungen geben eine Orientierung, was tatsächlich auf der Hobby-Jagd passiert, wenn gegen die 3’000 Jagdausübende im Tessin ihre Lizenz aktiviert bekommen. Demgegenüber stehen 22 vollamtliche Wildhüter mit Diplom. Ein Wildhüter auf 136 Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jäger, der für Recht und Ordnung schauen soll.
Anklage wegen Totschlags
Der 53-jährige Hobby-Jäger aus Mendrisiotto, der am 14. September 2019 auf der Hobby-Jagd in Pedrinate bei Chiasso einen Freund mit einem Gewehrschuss versehentlich getötet hat, muss sich wegen Totschlags verantworten.
Mehrwert: Sie schiessen auf alles, was sich bewegt | Hobby-Jäger im Tessin verhaftet
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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