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Jagdgesetz

Singapur verbietet Elfenbeinhandel ab 2021

Singapur will den Inlandshandel mit Elfenbein und Elfenbeinprodukten ab September 2021 komplett verbieten.

Redaktion Wild beim Wild — 15. August 2019

Bei Verstössen gegen den Inlandshandel mit Elfenbein und Elfenbeinprodukten drohen dann bis zu ein Jahr Haft und Geldstrafen. Das teilte Singapurs Regierung am Montag mit.

Den internationalen Elfenbeinhandel hatte die Regierung bereits 1990 verboten. Händler konnten ihre Produkte jedoch im Inland verkaufen, wenn sie nachweisen konnten, dass diese vor 1990 importiert worden waren.

Grosser Fang am Zoll

Im Juli war die bisher grösste Menge an geschmuggeltem Elfenbein in dem südostasiatischen Stadtstaat beschlagnahmt worden. Der Zoll fand in einem Container insgesamt 8,8 Tonnen an Stosszähnen. Das Elfenbein stammte von rund 300 afrikanischen Elefanten. Der Container kam aus der Demokratischen Republik Kongo und sollte über Singapur nach Vietnam geschickt werden.

Beschlagnahmte Stosszähne in einem Lagerhaus in Singapur. Im Hintergrund stehen Säcke mit Schuppentierschuppen.

Wie die BBC berichtete, haben die entdeckten Stosszähne schätzungsweise einen Wert von 12,9 Millionen US-Dollar. Ebenso sichergestellt wurden 11,9 Tonnen Pangolin-Schuppen, die zu 2’000 Säugetieren gehören sollen.

Der weltweite Handel mit Elfenbein ist mit einzelnen Ausnahmen seit 1989 verboten. Die Zahl Afrikanischer Elefanten war von der Mitte des 20. Jahrhundert bis Ende der 80er Jahre von mehreren Millionen auf rund 600’000 zurückgegangen.

Das Verbot ist in Kraft – und die EU zog nach

Das angekündigte Verbot trat wie geplant im September 2021 in Kraft: Seither ist der Inlandshandel mit Elfenbein in Singapur verboten, Verstösse werden mit bis zu einem Jahr Haft und Geldstrafen geahndet. Nur wenige Monate später, im Dezember 2021, verschärfte auch die Europäische Union ihre Regeln deutlich. Die EU-Kommission setzte den Handel mit Rohelfenbein auf dem EU-Markt weitgehend aus und beschränkte auch den Handel mit verarbeiteten Elfenbeingegenständen auf strenge Ausnahmefälle. Trotz dieser internationalen Verschärfungen bleiben Elefantenwilderei und illegaler Elfenbeinhandel auf hohem Niveau: Schätzungen zufolge werden weiterhin jährlich zwischen 20’000 und 30’000 afrikanische Elefanten gewildert.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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