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Umwelt & Naturschutz

Zu viele Schafe schaden der Biodiversität

Unsere Vorfahren hatten viel weniger Tiere auf den Alpen, die teilweise mit Gemüse und Getreide bebaut waren. Die heute betriebenen Alpwirtschaften sind hoch defizitär, und wären ohne massivste, biodiversitätsschädigende Subventionen aus Bern längst eingestellt worden.

Redaktion Wild beim Wild — 13. Februar 2023

Unbehirtete Schafe seit dem 20. Jahrhundert

Dass in der Schweiz so viele Schafe und Ziegen gehalten werden, ist ebenso wie die freie Weidehaltung ein junges Phänomen. Seit Schafe im 20. Jahrhundert ganze Sommer lang unbehirtet durch die Schweizer Alpen streifen, sterben zehntausende Alpschafe während der Sömmerung. 2021 starben 40’000 Schafe. Letztes Jahr waren es bereits 56’838 Tiere. Der Wolf hat nur knapp 2 % der Abgänge verursacht.

Wolf als Förderer der Biodiversität

Der Wolf brachte ein Umdenken. Weideten vor 20 Jahren noch 60 % der Schafe völlig frei und unkontrolliert in den Alpen, sind es heute lediglich noch 16 %. Diese Massnahmen schaffen zugleich die Voraussetzung, dass die Schafsömmerung ökologisch verträglicher wird, erklärt David Gerike von Gruppe Wolf Schweiz.

In keinem anderen Land ist der Anteil bedrohter Arten höher als in der Schweiz. Mehr als ein Drittel der Pflanzen-, Tier- und Pilzarten gelten als gefährdet.

Wo der Wolf geht, geht auch der Hirte

Damit Schafe für die Biodiversität wirklich förderlich sind, müssen sie konsequent gelenkt werden. Dazu braucht es Fachleute, die seit Jahrtausenden Hirten genannt werden. Und für deren Rückkehr hat der Wolf gesorgt. Der Wolf ist vielmehr ein Förderer der Biodiversität im Berggebiet, schreibt auch Pro Natura. Mehr zum Thema Herdenschutz und Wolfsschutz.

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

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