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Bildung

Studie: 83 Prozent weniger Säugetiere in Jagdgebieten

Je näher sich Städte, Dörfer oder Strassen befinden, desto grösser sind die Auswirkungen der Jagd. Und zwar nicht nur in den Jagdregionen selbst, sondern auch in Naturschutzgebieten. Befinden sich in deren Nähe Jagdstätten, so gibt es auch in diesen geschützten Bereichen weniger Tiere.

Redaktion Wild beim Wild — 14. April 2017

In Jagdgebieten gibt es demnach 83 Prozent weniger Säugetiere und 58 Prozent weniger Vögel als in geschützten Bereichen. Eine neue Studie zeigt, wie stark sich die Hobby-Jagd auf die Artenvielfalt in den Tropen auswirkt.

Negative Auswirkungen grösser als erwartet

Der negative Einfluss war grösser als die Forscher erwartet hatten. «Wir schätzen, dass nur 17 Prozent der ursprünglich beheimateten Säugetiere in den Jagdgebieten verbleiben, und nur 42 Prozent der Vögel», sagt die Studienleiterin und Umweltwissenschaftlerin Ana Benítez-Lopez von der Universität Nijmegen/Holland.

Artenverluste durch Hobby-Jagd in den Tropen

Die Forscher fassten die Ergebnisse von rund 180 Einzelstudien zusammen, die das Phänomen in den tropischen Regionen Mittel- und Südamerikas, Asiens und Afrikas untersucht hatten. Daten zu knapp 100 Vogel- und rund 250 Säugetierarten standen zur Verfügung – darunter alle Grössen von kleinen Nagern bis zu Elefanten. Die Studie untermauert, warum die Hobby-Jagd als Populationskontrolle scheitert.

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