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Jagd

Japan: Waschbären fühlen sich wohl

Die Population der Tiere in Japan sei regelrecht explodiert, berichtete die Tageszeitung «Asahi Shimbun». In zehn Jahren hätten die ursprünglich als Haustiere aus Amerika ins Land gekommenen Waschbären ihren Lebensraum um das Dreifache vergrössert. Inzwischen kämen die Tiere in 44 der 47 Provinzen des Inselreiches vor, neun mehr als vor einem Jahrzehnt. Seit Jahren klagen Japans Landwirte

Redaktion Wild beim Wild — 24. September 2018

Die Population der Tiere in Japan sei regelrecht explodiert, berichtete die Tageszeitung «Asahi Shimbun».

In zehn Jahren hätten die ursprünglich als Haustiere aus Amerika ins Land gekommenen Waschbären ihren Lebensraum um das Dreifache vergrössert. Inzwischen kämen die Tiere in 44 der 47 Provinzen des Inselreiches vor, neun mehr als vor einem Jahrzehnt.

Waschbären kommen in vielen Lebensräumen klar, vermehren sich schnell und sind bei der Nahrung wenig wählerisch. Ausserdem fehlen natürliche Feinde. Japan hat es deshalb verboten, die Tiere zu importieren, zu verkaufen oder sich als Haustier zuzulegen.

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Dank Trickfilm zum beliebten Haustier

Dabei waren Waschbären anfangs in Japan gern gesehen. Die in den 70er Jahren beliebte Zeichentrickserie «Araiguma Rasukaru» (Rascal, der Waschbär) trug damals zu einem wahren Waschbär-Boom bei. Viele Japaner holten sich die putzigen Tiere als Haustiere ins Land.

Doch die inzwischen verwilderten Waschbären haben sich im Verlaufe der Jahre so vermehrt, dass sie zur wahren Plage werden. Die Regierung in Tokio erklärte sie bereits vor rund 10 Jahren zu den invasiven Arten.

Trauerarbeit bei Tieren

Diese Aufnahmen sorgen zurzeit für grosse Anteilnahme im Internet. Es ist zu sehen, wie ein Waschbär um seinen toten Begleiter trauert. Verhaltensforschern zufolge ist das Konzept vom Tod vielen Tieren durchaus bewusst.

Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit der Trauerarbeit von Tieren. Stirbt ein Artgenosse, sind Säugetiere häufig verstört und unglücklich, essen manchmal tagelang nichts und leisten dem Toten Gesellschaft oder kehren sogar zu den Knochen zurück, wie beispielsweise Elefanten. Der niederländische Primatologe und Verhaltensforscher Frans de Waal sagte, dass die Trauerarbeit von Säugetieren sogar jahrelang dauern kann.

Alles, was wir über das Gefühlsleben von Tieren erfahren, hilft – denn es macht Tiere komplexer, menschlicher und anziehender für viele Leute. Dieses Wissen trägt dazu bei, dass wir Tiere anders betrachten und anders behandeln. Mehr zu Wildtieren.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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