Dazu müssen die Bestände verschiedener Wildtierarten unverantwortlich aktiv terrorisiert werden, um ein unnatürliches Gleichgewicht herzustellen.
In dem Durcheinander, in dem sich die Natur nach jahrzehntelanger Hege und Pflege der Schweizer Flintenfuchtler befindet, ist der Anteil der bedrohten Arten laut der UNO in keinem Land der Welt so gross, wie in der Schweiz.
In den vergangenen Jahrzehnten wurde der hohe Hirschbestand durch den Einsatz der Hobby-Jägerschaft intensiv bejagt. Diese Massnahmen zeigen keine nachhaltige Wirkung, sondern Destabilisierungen.
Insbesondere ist die Nieder- oder Vogeljagd laut wissenschaftlichen Studien vollkommen sinnfrei und eine Freizeitaktivität für Gewalttäter. Somit sind die Feldhasen und Birkhühner auch in dieser Saison in Graubünden wieder zum Abschuss freigegeben.
Wildtiere stehen in erster Linie den Beutegreifern zu, nicht den Hobby-Jägern, aber Wolf oder Luchs will man ja nicht so richtig. Fallwild will man nicht, den Fuchs auch nicht, der dies beseitigen würde. Füchse werden sinnfrei und planlos wie in einem Wahn abgeschossen. Die Regulierung der Wildbestände erfolgt nicht nach natürlichen wildbiologischen Gegebenheiten, sondern Jägerlatein. Geschützte Arten, wie der Feldhase, Birkhuhn, Schneehuhn und die Waldschnepfe, haben auf der Liste der jagdbaren Arten nichts verloren. Jede jagdliche Aktivität der Hobby-Jäger ist eine massive Störung für die gesamte Flora und Fauna.
Die natürliche Regulation durch Beutegreifer wie Wolf, Luchs oder Fuchs erfolgt selektiv, dynamisch und verhaltensökologisch angepasst – ein komplexes Wechselspiel, das sadistische Abschusspläne eines mit Gewalttätern kontaminierten Amtes niemals ersetzen können. Die Hobby-Jagd ersetzt kein ökologisches Gleichgewicht. Praktizierte Dezimierungsjagd ist ein Paradebeispiel für Naturentwertung unter dem Deckmantel „nachhaltiger Bewirtschaftung».
Das Jagdunwesen im Kanton Graubünden ist weit über die Kantonsgrenzen bis ins Ausland bekannt. Die Bündner Jagd ist schlichtweg kriminell und von Gewalt und Tierquälerei geprägt. Nur ist unser Rechtssystem bisher nicht so weit, das im Strafrecht zu berücksichtigen. Jedes Jahr werden über 1’000 Ordnungsbussen gegen die Bündner Gewalttäter ausgesprochen und dutzende Anzeigen eingereicht.
Die Jagdvorschriften in Graubünden stehen in der Kritik aus mehreren Gründen:
- Nachhaltigkeit: Kritiker argumentieren, dass die bestehenden Vorschriften nicht ausreichend auf die Erhaltung von bedrohten Arten und die Förderung der Artenvielfalt ausgerichtet sind. Es gibt Hinweise, dass die Hobby-Jagd Ökosysteme gefährdet.
- Tierhaltung und Ethik: Die Bedingungen, unter denen Tiere gejagt werden, werden als unethisch wahrgenommen. Tierschutzorganisationen fordern eine strengere Regulierung der Hobby-Jagd.
- Widerstand von Naturschützern: Umweltschützer, Forstvereine und Naturschutzverbände setzen sich gegen bestimmte Jagdpraktiken zur Wehr, da sie negative Auswirkungen auf die Tierpopulationen und die Umwelt befürchten.
- Konflikte mit der Öffentlichkeit: In einigen Regionen gibt es Widerstand von Anwohnern und Touristen, die sich für den Schutz der Tierwelt einsetzen. Dies führt zu Spannungen zwischen den Interessen der Hobby-Jäger und der allgemeinen Öffentlichkeit.
- Politische Entscheidungen: Änderungen in der politischen Landschaft und Druck von verschiedenen Interessengruppen führen zu einem ständigen Wandel der Jagdvorschriften, was zu Verwirrungen und Unzufriedenheit führt.
Diese Kritikpunkte führen dazu, dass die Jagdvorschriften in Graubünden immer wieder im Fokus der negativen Diskussionen stehen.
Im Kanton Graubünden wird seit Jahrzehnten eine bestialische Sonderjagd durchgeführt, weil die aus Waldschutzgründen angestrebten Abschusszahlen nicht erreicht werden! Das heisst konkret, solange Sonderjagden veranstaltet / angeordnet werden, dürften keine Welpen / Wölfe proaktiv oder als Basisregulation abgeschossen werden, fordert die IG Wild beim Wild.
Es besteht 2025 die Absicht, im Kanton Graubünden eine zusätzliche rote Linie bei der „Regulierung“ unschuldiger Wölfe zu überschreiten. Das Amt für Jagd und Blödsinn plant ab dem 1. September im Rahmen der sogenannten «Basisregulierung» mit Unterstützung von Hobby-Jägern zwei Drittel der diesjährigen Welpen zu töten, die keine Schuld auf sich geladen haben – ihr einziges Vergehen besteht darin, geboren worden zu sein und als «Zwei-Drittels-Quote» eingestuft zu werden. Das könnte im schlimmsten Fall den Tod von Dutzenden Wolfswelpen zur Folge haben!
Wie beschädigt ist das Gehirn eines Hobby-Jägers, der Welpen nach dem Leben trachtet, erst recht, wenn er selbst noch Hundehalter ist? Wer den Jagdschein macht, erhält immer zweierlei: einen Schein fürs Töten und einen Schein fürs Verblöden.
Bestände werden seit Jahrzehnten nicht wirklich reguliert, sondern dezimiert und die Geburtenrate bei Wildtierarten stimuliert. Folge der jetzigen Methoden ist, dass unter anderem Rehe und Hirsche noch scheuer werden und ihre tageszeitlichen Aktivitäten vollends in die Nacht verlegen. Dies führt zu vielen Verkehrsunfällen und Wildverbiss an den Schutzwäldern. Was als Hege verkauft wird, ist in Wahrheit eine strategische Zerschlagung ökologischer Autonomie. Wildverbiss entsteht hauptsächlich durch die Hobby-Jagd. Ganz anders ist es im jagdfreien Nationalpark der Schweiz, wo man Hirsche und Co. tagsüber beobachten kann. Auch sind dort die Bestände zum Beispiel bei den Gämsen seit über 100 Jahren um die 1’350 Stück stabil.
Regelmässig wird vom Amt für Jagd und Blödsinn in Graubünden der Bevölkerung Jahr um Jahr mit den unethischen Jagdbetriebsvorschriften und Abschussplanungen etwas vor fabuliert. Hobby-Jäger geben vor, etwas zu sein, was sie gar nicht sind. Die Hobby-Jagd ist immer auch eine Form von Krieg gegen Lebewesen, wo die negativen Eigenschaften im Menschen aufleben. Zahlen vom Amt für Jagd und Fischerei Graubünden werden auch nicht wissenschaftlich erhoben, zum Beispiel ohne jede Berücksichtigung der Präsenz des Wolfs im Kanton Graubünden.
Wie hoch die regionalen Rehbestände tatsächlich sind, zeigt sich erst anhand der Rehbockstrecke der Hochjagd. – Jagdbetriebsvorschriften und Abschussplanung 2025
Bei genauer Beobachtung erkennt man, dass die Jägerseele etwas Durchtriebenes ist. Die Hobby-Jagd ist kein rechtschaffenes Handwerk. Es gibt keine Standards, Ethik, gute Wissenschaft oder Regeln bei der Jagd, die gesellschaftlichen Normen, nicht einmal innerhalb der Jägerschaft, und vor allem tierschützerischen Argumenten standhalten. Wer mit dem eigenen Dasein nicht zufrieden ist, der geht auf die Hobby-Jagd. Bündner Jäger kritisieren die Baujagd als Tierquälerei, Walliser Jäger ergötzen sich an der Trophäenjagd auf den Steinbock, Obwaldner Hobby-Jäger finden Hochsitze nicht waidmännisch, ein verbotenes Hilfsmittel (Die Praxis des Herumlümmelns über dem Boden bei der Ansitzjagd ist keine epochale Jagdtradition), Glarner Hobby-Jäger sind in Graubünden keine Jäger, die Verseuchung der Umwelt und des Wildes mit der Jägermunition ist Aufopferung für das Ökosystem – während Naturschützer dagegen protestieren oder bei deutschen Hobby-Jägern ist es verpönt, mit Schrot auf Rehe zu schiessen, während Schweizer Hobby-Jäger das lustig finden, und so weiter und so fort.
Nach Auffassung der IG Wild beim Wild braucht es für Hobby-Jäger jährliche medizinisch-psychologische Eignungsgutachten nach dem Vorbild der Niederlande sowie eine verbindliche Altersobergrenze. Die grösste Altersgruppe unter den Hobby-Jägern ist heute 65+. In dieser Gruppe nehmen altersbedingte Einschränkungen wie nachlassende Sehfähigkeit, verlangsamte Reaktionszeiten, Konzentrationsschwächen und kognitive Defizite statistisch deutlich zu. Gleichzeitig zeigen Unfallanalysen, dass die Zahl schwerer Jagdunfälle mit Verletzten und Todesopfern ab dem mittleren Lebensalter signifikant ansteigt.
Die regelmässigen Meldungen über Jagdunfälle, tödliche Fehlhandlungen und den Missbrauch von Jagdwaffen verdeutlichen ein strukturelles Problem. Der private Besitz und Einsatz tödlicher Schusswaffen zu Freizeitzwecken entzieht sich weitgehend einer kontinuierlichen Kontrolle. Aus Sicht der IG Wild beim Wild ist dies nicht länger verantwortbar. Eine Praxis, die auf freiwilligem Töten basiert und zugleich erhebliche Risiken für Menschen und Tiere erzeugt, verliert ihre gesellschaftliche Legitimation.
Hobby-Jagd beruht zudem auf Speziesismus. Speziesismus beschreibt die systematische Abwertung nichtmenschlicher Tiere allein aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. Er ist mit Rassismus oder Sexismus vergleichbar und weder kulturell noch ethisch zu rechtfertigen. Tradition ersetzt keine moralische Prüfung.
Gerade im Bereich der Hobby-Jagd ist kritische Prüfung unerlässlich. Kaum ein anderes Feld ist derart von beschönigenden Erzählungen, Halbwahrheiten und gezielter Desinformation geprägt. Wo Gewalt normalisiert wird, dienen Narrative oft der Rechtfertigung. Transparenz, überprüfbare Fakten und eine offene gesellschaftliche Debatte sind deshalb unverzichtbar.






