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Bildung

Lügenjäger als Abteilungsleiter in St. Gallen

Der ehemalige Geschäftsführer von Wildtier Schweiz ist heute Abteilungsleiter für Jagd im Kanton St. Gallen. Die IG Wild beim Wild kritisiert seine Arbeitsweise.

Redaktion Wild beim Wild — 25. August 2023

Problem-Jäger auf Kantonsposten

Der ehemalige Geschäftsführer des Vereins Wildtier Schweiz hat sich beim Kanton St. Gallen eingenistet.

Er ist dort neu als Abteilungsleiter für Jagd und Blödsinn gelistet. Das Problem vom Hobby-Jäger Simon Meier ist nämlich, dass er immer und immer wieder manipulatorisch mit Unwahrheiten und gefährlichem Halbwissen versucht, ans Ziel zu kommen.

Unwissenschaftliche Wolfsregulierung

Aktuell macht Simon Meier sich über die Wölfe her. «Die Idee der Regulierung ist nicht nur, dass man den Bestand reguliert, sondern dass die Wölfe ein gewisses Verhalten erlernen», so Simon Meier.

Experten sind da allerdings anderer Meinung: «Ich sehe Wölfe lieber lebendig, als tot», sagt David Gerke, Geschäftsführer der Gruppe Wolf Schweiz. Dass die Abschüsse zielführend seien und die Wölfe anschliessend keine Schafe mehr reissen, sei laut Gerke unwahrscheinlich. Der Schutz der Herden in Kombination mit Hirtenhunden und elektrischen Zäunen sei eine effizientere und vor allem tierfreundlichere Methode.

Leichte Beute bleibt leichte Beute. Je dezimierter ein Rudel ist, desto eher wird es auf die leichte Beute zurückgreifen. Tote Wölfe lernen nichts mehr, vergrämte Wölfe schon, gerade auch im Hinblick auf den Schutz der Nutztiere.

Feldhasen: Genfer Modell zeigt Erfolg

Im Tagblatt fabuliert Simon Meier, dass der Bestand der Feldhasen auch wegen zu vieler Beutegreifer wie Füchsen, Katzen, Reihern und Störchen deutlich abgenommen hat. Die tatsächliche Ursache für die schlechte Situation der Feldhasen ist eine andere. Die ungünstigen Lebensraumbedingungen und die Hobby-Jagd sind für die vielerorts geringen Hasenbestände primär verantwortlich.

Die höchste Dichte an Feldhasen wurde im Jahr 2016 mit 17,7/100 ha im jagdfreien Kanton Genf ermittelt. Dort, wo professionelle Wildhüter sich um das Wildtiermanagement kümmern. Im Hobby-Jäger-befreiten Kanton Genf werden übrigens auch Fuchs und Co. nicht massakriert.

St. Gallen: Stoppt das Fuchs- und Dachsmassaker

Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd

Dossier Jagdverwaltung St. Gallen:

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unserem Dossier zur Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte.

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