2. April 2026, 09:16

Geben Sie oben einen Suchbegriff ein und drücken Sie Enter, um die Suche zu starten. Drücken Sie Esc, um den Vorgang abzubrechen.

Mustertexte für jagdkritische Vorstösse in Kantonsparlamenten

Immer mehr Parlamentarierinnen und Parlamentarier wollen eine tier- und naturschutzgerechte Jagdpolitik – und scheitern dabei nicht am politischen Willen, sondern an fehlender Zeit für die Ausformulierung konkreter Vorstösse. Diese Seite bündelt alle Vorlagen an einem Ort.

Auf dieser Seite findest du über 80 fertig formulierte Mustertexte (inklusive kantonaler Volksinitiativen) für jagdkritische Vorstösse in Kantonsparlamenten und darüber hinaus. Die IG Wild beim Wild stellt damit Mustertexte für Motionen, Postulate, Volksinitiativen und weitere Parlamentsvorlagen kostenlos zur Verfügung. Jeder Text kann direkt übernommen, kantonal angepasst und eingereicht werden. Die Texte sind thematisch nach den sieben Kategorien von wildbeimwild.com gegliedert – damit du sofort die passenden wissenschaftlichen Hintergründe und Quellen findest, die du für die Begründung deines Vorstosses brauchst.

Wichtige Hinweise zur Nutzung

  • Alle Texte sind Muster und müssen vor der Einreichung juristisch und formal auf die kantonale Rechtslage geprüft werden.
  • Gesetzesbezeichnungen, Artikelnummern und parlamentarische Formate (Motion, Postulat, Interpellation) sind kantonal zu vervollständigen.
  • Die Mustertexte unterscheiden konsequent zwischen Patentjagd (rund 65% der Kantone, keine Revierverantwortung) und Revierjagd – bitte die entsprechende Regelung im eigenen Kanton prüfen.
  • Mandatsträgerinnen und Mandatsträger, Parteien, Organisationen und engagierte Privatpersonen dürfen alle Texte frei übernehmen und anpassen.
  • Rechtlicher Hinweis: Die IG Wild beim Wild übernimmt keine Haftung für die rechtliche Korrektheit eingereichter Texte.
  • Bei Fragen zur kantonsspezifischen Anpassung: Kontakt aufnehmen →

1. Grundlagen & Jagd in der Schweiz

Diese Vorstösse richten sich gegen die Grundstruktur der Hobby-Jagd in der Schweiz – von Schonzeiten über Jagdverbote bis zur Befriedung von Privatland. Wissenschaftliche Hintergründe, Rechtsgrundlagen (JSG, kantonale Jagdgesetze, TSchG) und Argumentarium dazu im Dossier: Grundlagen & Jagd in der Schweiz →

2. Politik, Lobby & Medien

Diese Vorstösse richten sich gegen die politische Einflussnahme der Jagdlobby, gegen Propaganda an Schulen und gegen sachfremde Privilegien für Jagdverbände. Hintergründe dazu im Dossier: Politik, Lobby & Medien →

3. Jagdarten, Sicherheit & Technik

Diese Vorstösse adressieren konkrete Sicherheitsrisiken, Gesundheitsgefahren und technische Aspekte der Hobby-Jagd. Studien, Unfallstatistiken und Rechtsgrundlagen im Dossier: Jagdarten, Sicherheit & Technik →

4. Tierwürde, Gewaltbilder & psychische Dimension

Diese Vorstösse schützen Kinder vor Gewaltbildern, stärken die Tierwürde und fordern Transparenz über Gesundheitsrisiken von Wildbret. Wissenschaftliche Grundlagen im Dossier: Tierwürde, Gewaltbilder & psychische Dimension →

5. Wolf, Beutegreifer & Politik

Diese Vorstösse richten sich gegen Wolfsabschüsse, fordern Herdenschutz und die Integration von Beutegreifen in die kantonale Forstpolitik. Studien, Zahlen und rechtliche Einordnung im Dossier: Wolf, Beutegreifer & Politik →

6. Recht, Kontrolle & Alternativen

Diese Vorstösse stärken staatliche Kontrolle, fordern Transparenz bei Jagdstatistiken und setzen auf unabhängige Aufsicht statt Selbstkontrolle der Jägerschaft. Rechtliche Grundlagen im Dossier: Recht, Kontrolle & Alternativen →

7. Kantonale Volksinitiativen

Neben parlamentarischen Vorstössen (Motionen, Postulate) stellt die IG Wild beim Wild auch Mustertexte für kantonale Volksinitiativen zur Verfügung. Volksinitiativen ermöglichen es der Bevölkerung, die Abschaffung der Hobby-Jagd direkt an der Urne durchzusetzen – ohne den Umweg über das Parlament. Hintergründe dazu im Dossier: Genf und das Jagdverbot → und im Dossier: Jagdverbot Schweiz →

  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Basel-Stadt
    Die Ausübung der Jagd durch private Personen (Milizjagd, Hobby-Jagd) ist auf dem gesamten Gebiet des Kantons Basel-Stadt untersagt. Mustertext für eine kantonale Volksinitiative zur vollständigen Abschaffung der Hobby-Jagd nach dem Vorbild des Kantons Genf.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Basel-Landschaft
    Die Ausübung der Jagd durch private Personen (Revierjagd, Hobby-Jagd) ist auf dem gesamten Gebiet des Kantons Basel-Landschaft untersagt. Mustertext für eine kantonale Volksinitiative zur Abschaffung der Revierjagd, mit Entschädigungsklausel für Gemeinden und professionellem Wildtiermanagement nach dem Genfer Modell.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Schaffhausen
    Mit 298 km² fast identisch mit Genf (282 km²), nur 1’000 Unterschriften nötig und dem einzigen Stimmzwang der Schweiz bietet Schaffhausen ideale Voraussetzungen. Mustertext für eine kantonale Volksinitiative zur Abschaffung der Revierjagd nach dem Genfer Modell.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Zug
    Erster Patentjagd-Kanton mit Mustertext: Mit 239 km² kleiner als Genf, nur 230 Hobby-Jäger auf rund 135’000 Einwohner und als wohlhabendster Kanton der Schweiz ohne Kostenargument. Professioneller Wildtierschutz statt «laute Jagd» mit Laufhunden.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Appenzell Ausserrhoden
    Die tiefste Unterschriftenhürde der Schweiz: Nur 300 Unterschriften nötig. Mit 243 km² kleiner als Genf, Patentjagd-Kanton, ländliche Kampagnenstrategie mit Landwirtschaftsargument.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Neuenburg
    Als Nachbarkanton Genfs hat Neuenburg den direktesten Zugang zum bewährten Genfer Modell. Wolfspolitik im Jura als aktueller Anlass, Dandliker als Kampagnenpartner, 4’500 Unterschriften in 6 Monaten.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Jura
    Zweiter Romandie-Kanton: Jüngster Kanton der Schweiz mit progressiver Tradition, wichtigstes Luchsgebiet, Wolfspolitik im Jura als akuter Anlass. 2’000 Unterschriften, Patentjagd, Dandliker als Kampagnenpartner.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Solothurn
    Revierjagd-Kanton am Jura-Südfuss: Luchs, Biber und Wolf machen professionellen Wildtierschutz zur konkreten Notwendigkeit. 3’000 Unterschriften, 18 Monate, Gemeindeentschädigung, 1.10 bis 2.20 Franken pro Einwohner.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Aargau
    Grösster Mittellandkanton mit den günstigsten Pro-Kopf-Kosten der Serie: unter einem Franken pro Person und Jahr. 3’000 Unterschriften, 200 Jagdreviere, Revierjagd, wichtigster Biber-Kanton der Schweiz.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Thurgau
    Bodensee-Kanton: Die Abschaffung der Hobby-Jagd am Genfersee hat die Wasservögel von einigen hundert auf 30’000 vervielfacht. Das gleiche Potenzial hat der Bodensee. 4’000 Unterschriften, 6 Monate Sammelfrist, Revierjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Luzern
    Grösster Revierjagd-Kanton der Zentralschweiz: UNESCO-Biosphärenreservat Entlebuch, Wolf am Pilatus, Pro-Kopf-Kosten unter Genfer Niveau. 4’000 Unterschriften, Revierjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Zürich
    Neuer Anlauf nach 2018: Positiver Titel, transparente Kostenrechnung (0.25 bis 0.45 Franken pro Einwohner), Artenschutz-Paragraph, Gemeindeentschädigung. Niedrigste Pro-Kopf-Kosten aller Kantone. 6’000 Unterschriften, 6 Monate, Revierjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Bern
    Grösster Patentjagd-Kanton der Schweiz, zweisprachig, Bundeshauptstadt-Effekt. Wolfspolitik im Oberland als Mobilisierungsthema. 15’000 Unterschriften, 6 Monate, Pro-Kopf-Kosten unter Genfer Niveau.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Freiburg
    Zweisprachiger Brückenkanton zwischen Romandie und Deutschschweiz. Nachbar von Genf, moderne Verfassung (2004), Freiburger Voralpen als Wildtiergebiet. 6’000 Unterschriften, Patentjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton St. Gallen
    Grösster Ostschweizer Kanton: Alpstein, Wolfspolitik im Sarganserland, Bodensee als Wasservogelgebiet. 4’000 Unterschriften, Revierjagd, Pro-Kopf-Kosten unter Genfer Niveau.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Schwyz
    Innerschweiz-Testfall: Ausserschwyz als urbane Basis, Wolf im Muotathal, moderne Verfassung (2010). 2’000 Unterschriften, Patentjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Uri
    Gotthardkanton: Wolfspolitik als Mobilisierungsthema, höchste Steinbockdichte der Zentralschweiz. 600 Unterschriften (zweitniedrigste Hürde), Patentjagd. In absoluten Zahlen unter Genfer Budget.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Obwalden
    Pilatus-Kanton: Wolf als Mobilisierungsthema, 500 Unterschriften, Patentjagd. In absoluten Zahlen unter Genfer Budget.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Nidwalden
    Fast gleich gross wie Genf (276 vs. 282 km²): Der direkte Flächenvergleich ist kommunikativ stark. 250 Unterschriften, Patentjagd. In absoluten Zahlen ein Bruchteil des Genfer Budgets.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Waadt
    Strategisch wichtigster Romandie-Kanton: Direkter Nachbar von Genf, grösster Romandie-Kanton, kontroverse Wolfsabschüsse als Mobilisierungsanlass. 12’000 Unterschriften, Patentjagd, Pro-Kopf-Kosten unter Genfer Niveau.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Wallis
    Epizentrum der Wolfspolitik: Politisch schwierigster Kanton, aber grösste mediale Wirkung. Zweisprachig, Nachbar von Genf. 4’000 Unterschriften, Patentjagd, grösster Alpenkanton.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Graubünden
    Grösster Kanton der Schweiz: Schweizerischer Nationalpark beweist seit 100 Jahren natürliche Regulierung. Dreisprachig, stärkste Jagdtradition, Wolfspolitik. 4’000 Unterschriften, Patentjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Tessin
    Einziger italienischsprachiger Kanton: Öffnet die dritte Sprachregion für die Bewegung. Wolf im Sopraceneri, urbane Basis im Sottoceneri. 7’000 Unterschriften, Patentjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Glarus
    Landsgemeinde-Kanton: Keine Unterschriftensammlung nötig, Memorialsantrag genügt. Offene Abstimmung, Wolf im Glarnerland, Steinbock am Tödi. Patentjagd.
  • Kantonale Volksinitiative – Kanton Appenzell Innerrhoden
    Kleinster Kanton der Schweiz, Landsgemeinde-Kanton: Keine Unterschriftensammlung nötig. Kleiner als Genf (173 vs. 282 km²), Alpstein als Wildtiergebiet. In absoluten Zahlen die niedrigsten Kosten aller Kantone.

8. Eidgenössische Volksinitiative «Für professionellen Wildtierschutz»

Neben kantonalen Vorlagen steht neu auch ein Muster für eine eidgenössische Volksinitiative zur Verfügung. Sie überträgt das Genfer Modell des professionellen Wildtiermanagements auf die ganze Schweiz, verankert ein Verbot der Hobby-Jagd in der Bundesverfassung und stärkt den Schutz bedrohter Arten wie Wolf, Luchs, Bär und Biber.

Der Initiativtext liegt als ausgearbeiteter Verfassungsentwurf (Art. 79a/79b BV) vor und kann von Parteien, Organisationen und Privatpersonen übernommen und politisch weiterentwickelt werden. Die vollständige Vorlage mit Erläuterungen, Kostenabschätzung und Strategiememo ist hier abrufbar: Eidgenössische Volksinitiative «Für professionellen Wildtierschutz»

Unterstützung & Kontakt

Die IG Wild beim Wild steht Mandatsträgerinnen und Mandatsträgern für die kantonsspezifische Anpassung aller Mustertexte kostenlos und unverbindlich zur Verfügung.

Die Sammlung wird laufend erweitert. Zuletzt aktualisiert: März 2026.