Ein 29-jähriger Mann aus dem Kanton Zürich hat zwischen April und November 2024 ohne gültigen Jagdpass insgesamt 21 Wildtiere erlegt, schreibt die NZZ am 10.9.2025.
Nun hat die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland gegen ihn einen Strafbefehl erlassen.
Jagd ohne Bewilligung
Der Hobby-Jäger war im Zürcher Weinland unterwegs und schoss innerhalb von sieben Monaten gleich mehrere Tierarten. Laut Strafbefehl fielen seiner illegalen Jagd zwölf Rehe, fünf Dachse, zwei Füchse, ein Wildschwein sowie ein nicht näher bestimmter Wildvogel zum Opfer. Damit verstiess er klar gegen das kantonale Jagdgesetz, das den Besitz eines gültigen Jagdpasses sowie die Einhaltung von Schonzeiten und Quoten vorschreibt.
Ein Vorfall mit Signalwirkung
Die Zürcher Jagdbehörden sehen in dem Fall ein deutliches Signal. Die Jagd ohne Pass gilt nicht als Kavaliersdelikt: Sie untergräbt das staatlich geregelte System, das Schonzeiten einhält und den Tierschutz berücksichtigt.
Der Vorfall wirft erneut ein Schlaglicht auf die Kontrollen im Jagdwesen. Zwar gelten die Schweizer Jagdgesetze als streng, dennoch kommt es immer wieder zu illegalen Abschüssen – sei es aus Unkenntnis oder Vorsatz. Die IG Wild beim Wild fordert daher konsequentere Überprüfungen und härtere Sanktionen, um Nachahmung zu verhindern.
Es braucht laut der IG Wild beim Wild jährlich medizinisch-psychologische Gutachten für Hobby-Jäger nach dem Vorbild von Holland sowie auch eine Altersbegrenzung nach oben. Die grösste Altersklasse bei den Hobby-Jägern sind 65+, jene mit Alters-, Denk-, Seh-, Konzentrations- und Reaktionsschwächen sowie Ausbildungs- und Trainingsdefiziten. Ab dem 45. Lebensjahr steigt die Zahl der Unglücke für Menschen und Tiere dramatisch an. Die erschreckenden Meldungen über Jagdunfälle und tödliche Straftaten mit Jägerwaffen zeigen: Es wird höchste Zeit für die Abschaffung der Hobby-Jagd! Tödliche Schusswaffen gehören nicht in die Hände von senilen Hobby-Jägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können! Hobby-Jäger repräsentieren alles, was in der Welt falsch läuft.
Hobby-Jäger leben Speziesismus. Speziesismus ist vergleichbar mit Rassismus und Sexismus, und das ist keine Kultur oder Tradition.
Insbesondere bei der Hobby-Jagd ist es elementar, dass man ganz genau hinschaut. Nirgendwo wird so viel mit Unwahrheiten und Fake News manipuliert. Gewalt und Lügen gehören zur gleichen Münze.
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