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Umwelt & Naturschutz

Windräder verursachen genau das, was sie verhindern sollten

Windparks werden weltweit ausgebaut, weil sie ein gutes Geschäft für die Beteiligten sind. Als Begründung wird die Behauptung verwendet, durch CO2-freie Energie werde die Klimaerwärmung vermieden. Windparks machen jedoch genau das, was sie verhindern sollen.

Redaktion Wild beim Wild — 7. Februar 2025

Wissenschaftler warnen: Die übermässige Nutzung von Windkraft beeinflusst die Luftströme in einer Region und führt zu weniger Niederschlag.

Es gibt einen klaren Trend: Wenn in einem Land viel Wind- und Solarenergie ausgebaut wird, gibt es oft anhaltende Dürreperioden. In Ländern mit wenig Regen, wie Kenia, spürten Millionen Menschen nach dem Bau des Turkana-Windparks 2019 die Folgen. Vier Regenzeiten fielen aus, und die aktuelle Regenzeit brachte zu wenig Niederschlag. Ähnliche Probleme gibt es in Äthiopien und Südsomalia.

Auch eine Studie mit Messungen in Texas kommt zur starken Erwärmung: Die Landoberflächentemperatur um die Windparks in West-Zentral-Texas erwärmte sich während des Untersuchungszeitraums um 0,72 Grad Celsius pro Jahrzehnt im Vergleich zu den nahe gelegenen Regionen ohne Windparks. Das Gleiche kann man bei grossen Solaranlagen beobachten.

Kalifornien leidet nach der Forcierung von alternativen Energien unter den schlimmsten Dürren seit Menschengedenken mit katastrophalen Feuern, die nicht durch natürliche Schwankungen erklärt werden können.

In Europa, besonders in Nordwest-, West- und Südwesteuropa, leidet man seit Jahren unter Dürre und wenig Niederschlag. Der Boden bleibt trocken, und es gibt immer wieder extreme Wetterlagen. England hatte 2022 die wärmsten und sonnigsten Tage seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Demnach lag die Jahresdurchschnittstemperatur zum ersten Mal jenseits der Marke von 10 Grad Celsius. Interessanterweise verzeichneten gleich alle vier Länder des Vereinigten Königreichs 2022 Temperaturrekorde. Die Temperaturen steigen in Deutschland deutlich stärker als im weltweiten Durchschnitt. Die globale Durchschnittstemperatur erreichte 2024 15,1 °C. Sie lag 0,72 °C über dem Durchschnitt 1991–2020. Viele Regionen der Erde verzeichneten das wärmste Jahr. Einen neuen Jahresrekord meldeten insbesondere die Vereinigten Staaten, Brasilien, Indien, Südkorea und Japan. Die Klimakrise verschärft sich weltweit.

Das täglich hämmernde Schlagwort «Klimawandel» macht selbst kluge Köpfe blind für die Tatsache, dass wir mit dem Experiment des grossräumigen künstlichen Abtransports von Windströmungen aus der Atmosphäre den Luftdruckausgleich beeinträchtigen, der dann für die Entstehung von Tiefdruckgebieten fehlt, ohne die nun einmal der Regen wegbleibt und alles Leben zum Verdursten verurteilt ist. Hinzu kommt, dass auch die nordatlantischen Windsysteme, die Basis unserer existenziellen Lebensgrundlagen, in ihrer Dynamik beeinflusst werden. Mit beispielloser Sturheit fordert die Koalition aus Politik, EU-Kommission und internationaler Windindustrie dennoch umso mehr «grüne Energien», obwohl im Zuge dieses Ausbaus in immer mehr Ländern und Regionen infolge des Wassernotstands ironischerweise die Farbe Braun dominiert.

In Spanien wird die Lage ernst

In Spanien und Portugal dauert die Dürre schon drei Jahre, besonders im Süden seit 2015 und es kommt regional zu Starkregenereignissen. Der Winter bringt kaum noch Regen, was die Menschen verzweifelt macht. Der Energieberater Jürgen Weigl weist darauf hin, dass der massive Einsatz alternativer Energien unsere Klimasysteme stark verändert. In Katalonien gibt es bereits 32 Monate anhaltende Dürre. Die Auswirkungen sind auch in anderen Regionen Spaniens zu spüren, wo viele Windparks gebaut wurden. Trotzdem wird der Zusammenhang zwischen der Dürre und dem Ausbau der Windenergie kaum diskutiert. Viele scheinen zu vergessen, dass Windenergie nicht unendlich ist und deren Nutzung die Luftdruckverhältnisse beeinflussen kann, was zu weniger Regen führt.

Die Forderung nach «grünen Energien» wird trotz der negativen Folgen weiter laut, während die Wasserversorgung in vielen Regionen leidet. Es gibt immer mehr Windparks in Spanien; 2021 waren es bereits über 27’000 Megawatt. Der Ausbau soll in den kommenden Jahren noch einmal stark zunehmen. Trotz Studien, die die negativen ökologischen Auswirkungen belegen, gibt es wenig Diskussion darüber.

Nach Angaben der spanischen Regierung ist fast die Hälfte des Landes von der Dürre betroffen. Für fast ein Drittel des Territoriums gilt ein Dürre-Notstand oder eine Dürre-Warnung. Anbauflächen von mehr als 3,5 Millionen Hektar sollen verloren sein. Im gesamten Nordosten ist die Wasserknappheit ein Problem höchster Priorität. Spanien ist der Gemüse- und Früchtegarten Europas.

Die Augen vor den Folgen zu verschliessen, ist gefährlich. Erfahrene Wissenschaftler wie Gerhard Kramm warnen davor, dass der Abzug von Windenergie die Geschwindigkeit der Winde verringert und die Temperaturen steigen können.

Ökologische Bedenken

Windkraftanlagen beeinflussen das regionale Klima, indem sie Lufttemperaturen verändern und die atmosphärische Mischung erhöhen. Studien zeigen, dass Windkraft in grossen Mengen sogar zur globalen Erwärmung beitragen kann und die Temperaturen ansteigen. Auch die Bodenfeuchtigkeit wird durch Windparks erheblich verringert.

Der Betrieb von Windparks hat messbare negative Auswirkungen auf Wind, Lufttemperatur, Bodenoberflächentemperatur, Landoberflächentemperatur, Bodentrockenheit und Evapotranspiration. Windparks beflügeln die Klimaerwärmung, was anhand von Satellitenaufnahmen zweifelsfrei dokumentiert werden kann. In China sind in der Nähe von grossen Windparks mit ihrem Mikroklima neue Wüstenlandschaften mit einem veränderten Klima entstanden.

Mit Windkraft wird mehr CO₂ erzeugt als ohne Windkraft. Das ist zunächst unlogisch, aber auf den zweiten Blick einleuchtend. Hinter jeder Windkraft- und Solarindustrieanlage muss ein Schattenkraftwerk stehen, das immer im Stand-by läuft und jederzeit einsatzbereit sein muss. Es können keine konventionellen Kraftwerke eingespart werden, ohne einen Stromausfall zu erzeugen, es sei denn, man bezieht den Strom aus dem Ausland (Atomkraft etc.). Dazu kommt der hohe Energieaufwand (CO₂) für die Produktion und Entsorgung der Windkraft- bzw. Solarindustrieanlagen.

In Deutschland zeigen sich die negativen Folgen bereits deutlich. Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten in Europa, da ein hoher Anteil erneuerbarer Energien im Energiemix die Gesamtsystemkosten erhöht (aufgrund von Backup, Speicherung et cetera). Und zur Absicherung benötigen sie wetterunabhängige Energiequellen, weshalb Kohle und Gas vor allem im Winter immer noch einen grossen Anteil am Strommix haben.

Viele Menschen, die im Umkreis dieser sich drehenden Giganten leben, werden krank. Durch den Feinstaub-Abrieb der Windkraftanlagen werden unglaubliche Mengen Mikroplastik bzw. Carbonfaser, die Luft, Boden und Grundwasser kontaminieren. Sind die in der Nähe befindlichen Trinkwasserquellen erst einmal mit Carbonfasern kontaminiert, müssen sie gesperrt und werden über Jahrzehnte hinweg kontaminiert bleiben. Weder lässt sich der Abrieb der Windkraftanlagen verhindern, noch lässt sich die Verseuchung der Böden und Grundwassers wieder rückgängig machen. Je höher und grösser die Anlagen werden, umso gefährlicher sind sie.

In der Hektik und Aufregung unseres Übergangs zu alternativen Energien dürfen wir nicht vergessen, dass Umweltzerstörung viele Formen annimmt – und wir müssen lernen, über kurzfristige Gewinne sauberer Energie hinauszublicken, wenn wir nicht eine Form der Umweltzerstörung durch eine andere ersetzen wollen.

Die grosse Masse der Solar- und Windenergie wird sehr CO₂-intensiv klimaschädlich hergestellt, unterhalten und entsorgt. Hinzu kommen der immense Energieaufwand für den Abbau der Rohstoffe und die Produktion der Anlagen sowie die mehrfachen Transporte in den Lieferketten der Rohstoffe und Halbfabrikate über mehrere Kontinente. Es werden im kolonialistischen Stil Ressourcen in Drittweltländern ausgebeutet, um sich hier einen grünen Anstrich zu verpassen. Der Kupferbergbau erzeugt die grössten Mengen toxischer Abfälle auf diesem Planeten, steht richtigerweise in der NZZ. Die Technologien der Energiewende sind alles andere als grün. Die gefährlichen Materialien und Chemikalien, die schon beim Bau der Anlagen anfallen, wie Blei, Arsen, Quecksilber oder Kadmium, sind nicht zu recyceln und schädigen die Umwelt nachhaltig.

Was ist umwelt- und klimafreundlicher: Wind- und Sonnenenergie oder Atomkraft? Natürlich sagen die meisten die alternativen Energien. Das ist falsch – zumindest, wenn man auch den CO₂-Ausstoss betrachtet. Hier schneiden Kernkraftwerke besser ab.

Der bekannte Lehrsatz «Der Flügelschlag eines Schmetterlings im Amazonas kann einen Tornado in Texas auslösen» ist mehr als nur eine Metapher. Diese Idee, dass kleine Veränderungen in einem bestimmten Bereich der Welt weitreichende Auswirkungen auf die Umwelt bzw. Klima und die Wetterbedingungen haben können, spielt eine zentrale Rolle in den Diskussionen über ökologische Interaktionen.

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