Tote Hobby-Jäger im Trentino: War es doch Mord?
Bei den toten Hobby-Jägern im Trentino verdichten sich die Hinweise auf Mord. Die Ermittlungen nehmen eine dramatische Wendung.
Die Autopsie und erste Ergebnisse des ballistischen Gutachtens bestätigen es: Der Tod vom 24-jährigen Hobby-Jäger Massimiliano Lucietti in Celledizzo war weder ein Jagdunfall noch ein Suizid. Wie berichtet, war der junge Mann in den Wäldern oberhalb der Fraktion von Pejo im Val di Sole-Tal tot aufgefunden worden. Der Schuss ist auf den Nacken des 24-Jährigen aus nächster Nähe abgefeuert worden – womöglich, als der junge Mann auf dem Bauch am Boden einem Tier auflauerte.
Pensionierter Förster nimmt sich das Leben
Der leblose Körper wurde vom pensionierten Förster Maurizio Gionta aufgefunden, der sich am selben Tag mit einem Kopfschuss getötet hat. Der 59-Jährige, der ebenfalls Hobby-Jäger war, hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, auf dem steht: «Werft mir nicht vor, was ich nicht getan habe.»
Ermittlungen gegen weitere Hobby-Jäger
Das Rätsel um Luciettis Tod könnte tatsächlich andere Hobby-Jäger betreffen, die an diesem Morgen im Waldgebiet anwesend waren: Auch in dieser Richtung werden Ermittlungen fortgesetzt. Laut Corriere della Sera hätten die Ermittler mindestens zwei weitere Hobby-Jäger, die sich am 31. Oktober in den Wäldern von Celledizzo aufhielten, in die Kaserne gerufen und angehört. Dass Schusswaffen in den Händen von Hobby-Jägerinnen und Hobby-Jägern ein Sicherheitsrisiko darstellen, zeigt auch die Rubrik Kriminalität und Hobby-Jagd auf wildbeimwild.com.
Mehr zum Thema Hobby-Jagd: Im Dossier Wilderei und Jagdkriminalität in der Schweiz dokumentieren wir Fälle, Rechtsfragen und wiederkehrende Muster. Die wissenschaftlichen Belege stehen in der Übersicht Studien zu den Auswirkungen der Hobby-Jagd.
Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.
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