Schweizer Wildfleisch-Aas landet günstig im Netz
Insbesondere im Hobby-Jäger-Milieu gilt Wildfleisch als ein zentraler Bestandteil der Ernährung.
Vier Kilo «Wilddelikatessen» für 100 Franken
Die Hobby-Jagd auf Reh oder Hirsch beschränkt sich auf wenige Wochen im Herbst.
Langsam leeren sich die Kühltruhen in Restaurants und Haushalten.
Vier Kilo «Wilddelikatessen» für 100 statt 300 Franken: Solche Angebote gibt es derzeit zuhauf auf der Anti-Foodwaste-App «Too Good To Go». Um Foodwaste zu vermeiden, geben Wildfleischhändler ihr Aas im Netz zu günstigen Preisen ab.
Erlegtes Wild von Schweizer Hobby-Jägern ist grundsätzlich Aas und daher eigentlich gar nicht für den Verkauf sowie Konsum für normale Menschen statthaft.
Schnellerer Verderb als bei Schlachttieren
Wildfleisch ist weniger lang haltbar, als Fleisch von geschlachteten Nutztieren. Mehrere Faktoren verursachen den schnelleren Verderb: das fehlende Ausbluten, der verzögerte Eintritt in die Kühlkette und ungünstige hygienische Bedingungen.
«Auch im Bereich Wildfleisch gibt es viel Foodwaste», schreibt der Wild-Onlineshop «Waldfleisch» dazu, der Fleisch von lokalen Hobby-Jägern verkauft. Im Wildhandel würden vor allem Edelstücke nachgefragt. Die Folge: «Der grösste Teil vom Tier wird oft verschwendet.»
Die Summe des gesamten Giftcocktails, welche Bauern der chemisch industriellen Landwirtschaft auf den Feldern entsorgen, setzt auch den Wildtieren massiv zu, bis hin zu schweren Krankheiten. Wildbret ist keinesfalls so naturbelassen und Bio, wie es die Hobby-Jäger der Bevölkerung vorgaukeln. Bio ist zudem ein geschütztes Label mit Richtlinien und kann gar nie für Wildfleisch vom Hobby-Jäger gelten.
Gerade Wildbret ist mit Rückständen von Pestiziden, Spritzmitteln, Gülle, Antibiotika usw. aus dem Futter und Wasser von den Feldern belastet, nebst der potenziellen Schwermetallbelastung, wie Blei durch Munitionspartikel der Hobby-Jäger.
Was sagen die Behörden?
Verarbeitetes Wildfleisch (rotes Fleisch) sei wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend, erklärt die WHO.
Bei Wildliebhabern, wie zum Beispiel Hobby-Jägern und ihren Familien zeigen Studien aus der Schweiz, dass in diesen Haushalten bis zu 90 Portionen Wildfleisch im Jahr verzehrt werden. Als bedenklich stuft das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit die Situation von Hobby-Jägern und Familien ein, die ein oder mehrmals pro Woche Wildfleisch essen.
Während Kupfer und Zink essenziell für den Menschen sind, gilt Blei als hochgiftig. Behörden empfehlen deshalb seit Jahren Kindern, Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch auf den Verzehr von Fleisch mit Bleimunition erlegtem Wild zu verzichten.
Rund 50 % eines geschossenen Tieres können zur Fleischausbeute verwendet werden, weiss nau.ch.
In Kanada ist es in der Regel verboten, Wildfleisch der Hobby-Jäger in Restaurants oder Geschäften zu verkaufen, weil es eher als Gift bewertet wird, als ein Nahrungsmittel.
Schon 8 Minuten nach Eintritt des Wildtier-Todes beginnt das Blut in den Adern zu gerinnen. Im Grunde genommen hat man es also schon nach noch nicht einmal 10 Minuten mit etwas zu tun, was unter Aas bekannt ist.
Normale Menschen ekelt es, tote Tiere zu berühren. Darauf noch rumzukauen, ist für Hobby-Jäger Hochgenuss.
Mehrwert:
- Wildfleisch: Natürlich, gesund – oder gefährlich?
- Wildfleisch vom Hobby-Jäger? – Aas auf dem Teller!
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- Wildfleisch kann nicht BIO sein
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