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Umwelt & Naturschutz

Windparks trocknen Böden aus und verändern das Klima

Eine neue Studie hat ergeben, dass Windparks einen „signifikanten“ Einfluss auf die Bodenfeuchtigkeit haben und die Austrocknung des Bodens in Grünlandgebieten verschärfen können, was sich auf die Ökosysteme auswirkt.

Redaktion Wild beim Wild — 7. Februar 2025

Die Studie ergab, dass Windparks die Bodenfeuchtigkeit innerhalb der Windparks sowie in Windrichtung und in der Gegenrichtung erheblich verringern.

Die Autoren fordern ein besseres Verständnis der Auswirkungen der riesigen Turbinen auf die Umwelt beim Bau von Windparks: Der langfristige Betrieb von Windturbinen kann das lokale Klima beeinträchtigen.

Signifikante Austrocknung in Grünlandgebieten

Die Studie konzentrierte sich auf Windparks in den Grasländern Chinas, und die Forscher analysierten Veränderungen der Bodenfeuchtigkeit in verschiedenen Windrichtungen und Jahreszeiten und beurteilten dann die Auswirkungen des Betriebs von Windkraftanlagen auf die Bodenfeuchtigkeit.

Grafik zu den Auswirkungen von Windparks auf die Bodenfeuchtigkeit

«Unsere Forschung zeigt, dass der Betrieb von Windturbinen zu einer erheblichen Austrocknung des Bodens führt, und dieser Dürreeffekt ist je nach Jahreszeit und Windrichtung sehr unterschiedlich», schrieb das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Gang Wang von der School of Resources and Environmental Engineering an der Ludong-Universität in China.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bodenfeuchtigkeit innerhalb von Windparks am stärksten abnimmt, und im Sommer und Herbst ist der Rückgang der Bodenfeuchtigkeit in der Windrichtung deutlich grösser als in der Aufwindrichtung, während im Frühjahr das Gegenteil der Fall ist.

Sie sagten auch, dass Windparks die Bodentrocknung in Grünlandgebieten fördern, was Auswirkungen auf Grünlandökosysteme haben kann.

22 Jahre Langzeitstudie: Biomasseverlust um Windparks

Eine über 22 Jahre angelegte Studie (Der Einfluss der Windenergie auf die Produktion pflanzlicher Biomasse in China) beobachtete bei 2’404 Windparks und 108’361 Windrädern die Auswirkungen auf Umwelt und Vegetation. Man stellte eine signifikante Verringerung der pflanzlichen Biomasseproduktion (PBP) durch den Bau von Windparks innerhalb eines Bereichs von 1–10 km fest. Weiterhin sinken die absorbierte photosynthetisch aktive Strahlung und die Bruttoprimärproduktivität innerhalb eines Bereichs von 1–7 km. Die nachteiligen Auswirkungen verstärken sich im Sommer und Herbst und sind in niedrigeren Höhenlagen und im Flachland stärker ausgeprägt. Folge ist eine Reduktion der CO₂-Aufnahme der Pflanzen. Mehr zu den Auswirkungen auf Umwelt und Naturschutz.

Daher müssen wir beim Bau von Windparks deren Auswirkungen auf die Umwelt besser verstehen.

Globale terrestrische Windberuhigung

Die Windparks werden auch von einer atmosphärischen Windberuhigung heimgesucht, die sie selbst erzeugt haben. Die kontinuierliche Abnahme von atmosphärischem Wind auf der Nordhalbkugel ist ein weitverbreitetes und inzwischen potenziell globales Phänomen. Das Phänomen wird auch als «globale terrestrische Windberuhigung» (Global terrestrial stilling) bezeichnet.

Prof. Pierre Ibisch, Professor für Naturschutz, hat mehrere Grade höhere Temperaturen bei Windkraftanlagen in Windparks im Wald bei Lieskau (Brandenburg) gemessen.

Ibisch: «Ein vor dem Hintergrund der Klimakrise besonders wichtiger Randeffekt sind die hohen Temperaturen, die an heissen Sommertagen auf den geschotterten Zuwegungen oder Standflächen der Windkraftanlagen im Wald entstehen. Da erreichen wir ohne weiteres 55 Grad Celsius und mehr auf der Oberfläche. Diese Hitze führt dazu, dass heisse Luft aufsteigt und dem Wald Wasser entzieht, also zur Austrocknung führt und das Waldbrandrisiko erhöht. Wenn ich mich mit Wald beschäftige, denke ich nicht nur an Kohlenstoff oder CO₂. Ein Wald hat viele weitere Funktionen: Er bildet Boden, ist hochrelevant für den Wasserkreislauf. Er ist ein Ökosystem, das gerade in der Klimakrise wichtige Leistungen für uns erbringt, so etwa die Kühlung der Landschaft. Und natürlich ist er auch Kohlenstoffspeicher. Aber der Wald ist nicht in erster Linie zum Lösen des Klimaproblems da.»

Eine frühere Studie aus dem Jahr 2002 zeigte, dass in einer US-Region mit vier der weltweit grössten Windparks ein Anstieg der Landoberflächentemperatur zu verzeichnen war, den die Forscher mit den Auswirkungen der Turbinen in Verbindung brachten.

In der in Nature Climate Change veröffentlichten Studie wurde anhand von NASA-Satellitendaten gezeigt, dass sich ein Gebiet im westlichen Zentraltexas, das von vier grossen Windparks bedeckt ist, im Vergleich zu nahe gelegenen Regionen ohne Windparks um 0,72 Grad Celsius pro Jahrzehnt erwärmt hat.

Die Wissenschaftler erklärten, dass der Effekt durch die Turbulenzen in den Turbinenwinden verursacht wird, die wie Ventilatoren wirken und nachts wärmere Luft aus höheren Lagen anziehen, so der Hauptautor Liming Zhou von der University of Albany, State University of New York.

Es ist voraussehbar, dass sich Windenergie neben der Solarenergie als «klimaschädlich» erweist und möglicherweise das Gegenteil von dem bewirkt, was uns von den links/grünen Weltklimarettern täglich versprochen wird.

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