Wildfleisch vom Hobby-Jäger ist Aas
Am wichtigsten jedoch bei Gerichten vom toten Wildtier sind Gewürze und tagelanges Einlegen – wer will schon, dass der Aasgeschmack durchschlägt?
Herbstzeit ist Erntezeit. Insbesondere im Hobby-Jäger-Milieu gilt Wildfleisch als ein zentraler Bestandteil der Ernährung.
Der Verband Jagd Schweiz schreibt auf der Website dazu:
«Ökologisch, fettarm und gesund – Reh, Hirsch, Wildschwein und Co. ist im Trend und gesund. Viele wissen gar nicht, dass Wildfleisch viel gesünder und naturbelassener als jedes andere Fleisch ist.»
Jagd Schweiz macht Werbung für etwas, das bei einer genauen Analyse nicht dem gesunden Menschenverstand entspricht. Viele wissen gar nicht, dass mehrere Behörden vor Wildfleisch warnen. Diese wichtigen Warnhinweise fehlen auf der Internetseite von Jagd Schweiz immer gänzlich.
IG Wild beim Wild
Erlegtes Wild ist grundsätzlich Aas und daher eigentlich gar nicht für den Verkauf sowie Konsum für normale Menschen statthaft.
Die Summe des gesamten Giftcocktails, welche die chemisch industrielle Landwirtschaft auf den Feldern entsorgt, setzt auch den Wildtieren massiv zu. Wildbret ist keinesfalls so naturbelassen und Bio, wie es die Hobby-Jägerschaft der Bevölkerung vorgaukelt.
Was sagen die Behörden zu Wildfleisch?
Verarbeitetes Wildfleisch (rotes Fleisch) sei wie Zigaretten, Asbest oder Arsen krebserregend, erklärt die WHO.
Bei Wildliebhabenden, wie zum Beispiel Hobby-Jägerinnen, Hobby-Jägern und ihren Familien zeigen Studien aus der Schweiz, dass in diesen Haushalten bis zu 90 Portionen Wildfleisch im Jahr verzehrt werden. Als bedenklich stuft das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit die Situation ein, wenn ein oder mehrmals pro Woche Wildfleisch gegessen wird.
Behörden empfehlen deshalb seit Jahren Kindern, Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch auf den Verzehr von Fleisch mit Bleimunition erlegtem Wild zu verzichten.
«Da diese Infektion in der Regel harmlos verläuft, wird das gesundheitliche Risiko durch das Hepatitis E-Virus (HEV) bislang unterschätzt», warnt Gastroenterologe Prof. Christian Strassburg vom Universitätsklinikum Bonn.
Krankheiten
So bestehe durch Wildfleisch eine erhöhte Gefahr, an Toxoplasmose, Trichinellose, Sarkosporidiose, Zystizerkose, Taeniose, Echinokokkose oder an larvale Alariose zu erkranken, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Wildbret ist Aas
Schon 8 Minuten nach Eintritt des Wildtier-Todes beginnt das Blut in den Adern zu gerinnen. Im Grunde genommen hat man es also schon nach noch nicht einmal 10 Minuten mit etwas zu tun, was unter Aas bekannt ist.
Geschossenes Wild liegt nun aber nicht nur runde 10 Minuten ungekühlt und unverarbeitet in der Gegend herum, sondern manchmal mehrere Stunden, bevor es eingesammelt und zur Verarbeitung transportiert wird.

Fazit
Wildtiere leben in ständiger Angst wegen der Hobby-Jägerschaft. Insbesondere, wenn sie real von ihnen gejagt werden, produzieren sie Unmengen giftige Hormone, Adrenalin, usw. welche sich im Fleisch zusammen mit den anderen bereits vorhandenen Giften und Schlacken vereinigen.
Diese Fach- und Sachbezüge einer geordneten Schlachtung sind im Hobby-Jagd-Betrieb nicht zu verwirklichen.
In Kanada ist es in der Regel verboten, Wildfleisch der Hobby-Jägerschaft in Restaurants oder Geschäften zu verkaufen, weil es eher als Gift bewertet wird als ein Nahrungsmittel laut einem Artikel in The Globe and Mail.
Für die IG Wild beim Wild ist Tierschutz immer auch Menschenschutz.
Mehrwert:
- Wildfleisch: Natürlich, gesund – oder gefährlich?
- Wildfleisch vom Hobby-Jäger? – Aas auf dem Teller!
- Gemäss Studien bestehen gesundheitliche Risiken im Kontext des Verzehrs von Wildfleisch
- Ernährung: Der zivilisierte Geschmack
- Wildfleisch vom Jäger ist Aas
- Wildfleisch kann nicht BIO sein
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- Wildbret macht krank
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