Nichts rechtfertigt die Jagd
Ein neuer Werbespot sorgt in Italien für Diskussionen: Mit starken Bildern und einer klaren Botschaft positioniert sich die Fondazione Capellino gegen eine geplante Ausweitung der Hobby-Jagd.
Ein Jagdhund, der die Waffe seines Hobby-Jägers kontrolliert und ihn zum Innehalten zwingt: dieses unerwartete Bild schliesst den neuen TV-Spot von Almo Nature und der Fondazione Capellino ab.
Mit der eindringlichen Aussage «Nichts rechtfertigt die Jagd» will die Initiative Aufmerksamkeit schaffen und zugleich politisches Handeln beeinflussen. Der Spot läuft ab dem 4. Oktober, dem Gedenktag des Heiligen Franziskus, auf Rai, Sky und Discovery sowie online auf Computern und Smartphones.
Politischer Hintergrund
Im Zentrum der Kampagne mit Petition steht ein Gesetzesentwurf, der derzeit im italienischen Senat diskutiert wird. Dieser sieht eine massive Liberalisierung der Hobby-Jagd vor: Verlängerung der Saison, Einschränkung von Schutzgebieten, Freigabe von Jagd in Staatswäldern sowie im Schnee und an Bergpässen. Auch der Einsatz von Lockvögeln soll ausgeweitet werden, und erstmals könnten nicht nur Hobby-Jäger, sondern auch Privatpersonen und Landwirte im Rahmen von Kontrollplänen Tiere töten.
Wir wollen eine ernsthafte Diskussion über die Jagd wieder eröffnen, ohne ideologische Scheuklappen, erklärt Pier Giovanni Capellino, Präsident der Fondazione Capellino. Die Frage ist einfach: Können wir es weiterhin zulassen, dass die Zukunft der Natur den Waffen anvertraut wird?
Die Stiftung warnt, dass das Gesetz weder der Bevölkerung noch der Landwirtschaft oder der Umwelt diene. Stattdessen würden Unsicherheit und Gefahren für Bürgerinnen und Bürger zunehmen, da Felder, Wege und Wälder künftig noch stärker mit bewaffneten Hobby-Jägern geteilt werden müssten, auch mit Hobby-Jägern aus dem Ausland.
Engagement für Artenvielfalt
Die Fondazione Capellino ist eine gemeinnützige Organisation zum Schutz der Biosphäre und wird ausschliesslich durch das Tiernahrungsunternehmen Almo Nature finanziert, das die Brüder Pier Giovanni und Lorenzo Capellino der Stiftung geschenkt haben. Gewinne fliessen vollständig in Umweltprojekte zurück, ein Modell, das die Stiftung «Reintegrationswirtschaft» nennt.
Almo Nature gehört zu den führenden internationalen Marken im Premium-Tiernahrungssegment. Seit ihrer Gründung verbindet die Firma Qualität und Innovation mit sozialer und ökologischer Verantwortung.
Mit der neuen Kampagne bekräftigen Unternehmen und Stiftung ihre Haltung: Biodiversität zu schützen sei keine Option, sondern eine Pflicht. Die Petition, die die TV-Aktion begleitet, richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger Italiens, unabhängig von politischer Zugehörigkeit, und ruft dazu auf, die geplante Gesetzesänderung im Senat abzulehnen.
Die Kampagne «Nichts rechtfertigt die Jagd» ist mehr als ein Werbespot: Sie ist ein Appell, der Emotionen und politisches Engagement verbindet. Ob sie das öffentliche Bewusstsein entscheidend prägen und die Entscheidung im Parlament beeinflussen kann, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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