Mit richtiger Aufklärung gegen Corona
Die wichtigste Ursache des Coronavirus – unser gewalttätiges Verhältnis zu Tieren – kam bisher kaum zur Sprache.
Tier im Fokus (TIF) lanciert eine Hängekarton-Kampagne in Bern und Zürich.
Die Tierrechtsorganisation will damit auf den Zusammenhang zwischen Pandemien und Fleischkonsum aufmerksam machen.
Kampagne in Trams und Bussen
Während mehrerer Wochen hängen in den Trams und Bussen der Städte Bern und Zürich Kartons mit der Aufschrift «Coronavirus: So verhindern wir künftige Pandemien». Darunter eine rosarote Mischung aus Virus und Wurst. Hinter der Kampagne steckt die Schweizer Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF).
Wir müssen über den Zusammenhang zwischen Pandemien und Ernährung reden. Die Schweinegrippe, die Vogelgrippe und das Coronavirus gingen auf den Fleischkonsum zurück oder würden durch diesen befeuert. Wir züchten nicht nur Tiere, sondern auch Viren.
TIF-Präsident Tobias Sennhauser
Viele Viren existieren in der Natur schon länger. Gefährlich wurden sie erst durch die Umweltzerstörung des Menschen. Diese passiert u.a. im Namen der Fleischproduktion: Um neue Futtermittelflächen zu erschliessen, werden Wälder abgeholzt. So geraten wir plötzlich in Kontakt mit Wildtieren, die gefährliche Viren in sich tragen. «Die wachsende Fleischproduktion begünstigt neue Pandemien», sagt Sennhauser.
Die Gefahr der Massentierhaltung
Auch in der Schweiz können jederzeit neue Pandemien entstehen. «Wir müssen die Massentierhaltung abschaffen, um weitere Pandemien zu verhindern», fordert Sennhauser. Die Politik müsse die Gefahr eindämmen, die von Schweizer Ställen ausgehe. Ein wichtiger Schritt wäre die Annahme der Trinkwasserinitiative, womit Agrarsubventionen für Massentierhaltung gestrichen würden.
Die Hängekartons sind Teil einer grösseren Aufklärungskampagne der Tierrechtsorganisation Tier im Fokus (TIF). Daneben können auf ihrer Website gratis Flyer, Broschüren, Sticker und Poster bestellt werden. Das Material stösst auf immenses Interesse: «Viele Leute kennen die pandemische Gefahr der Massentierhaltung und wollen sich aktiv dagegen engagieren», vermutet Sennhauser.
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