Massaker des Wolfsbestands im Tessin: 1 von 5
Die Wölfe werden nicht verstehen, wie ihnen geschieht. Da werden sie zuerst von Menschen während Jahren wegen fahrlässigem Herdenschutz in ihrem Revier ausgiebig gefüttert. Und jetzt wird plötzlich überall scharf auf sie geschossen, ohne dass sie diesen Menschen je feindlich gesinnt waren.
Junger Wolf des Carvina-Rudels getötet
Am 2. Dezember 2023 wurde ein junger Wolf von Wildhütern im Rahmen der Anordnung zur Massakrierung des Carvina-Rudels getötet.
Das gab das Amt für Jagd und Blödsinn in Bellinzona bekannt und erklärte, dass der Kadaver praxisgemäss zur notwendigen Analyse zum Fisch- und Wildtiermedizinzentrum (FIWI) transportiert wurde.
Tötungsanordnung für drei Rudel
Dabei handelt es sich um das einzige Exemplar der im Jahr 2023 geborenen Val-Carvina-Rudel, für das der Staatsrat erst vor wenigen Tagen nach Genehmigung durch das Bundesamt für Umwelt eine Tötungsanordnung erlassen hatte.
Unter Berücksichtigung der verbindlichen Stellungnahme des Bundesamtes für Umwelt hat der Staatsrat folgendes Massaker erlassen:
- Rudel Val Colla: Tötung von bis zu drei im Jahr 2023 geborenen Wölfen
- Rudel Carvina: Tötung eines im Jahr 2023 geborenen Wolfes
- Rudel Onsernone: Tötung eines im Jahr 2023 geborenen Wolfes
Faktenfreies Wolfsmanagement
In den letzten zwölf Monaten wurden etwa fünfzehn Wölfe identifiziert, die über das gesamte Kantonsgebiet verteilt sind.
Das Wolfsmanagement in der Schweiz ist jetzt vollends faktenfrei. Das Genfer Modell zeigt seit 1974, dass ein professionelles Wildtiermanagement ohne Hobby-Jagd funktioniert.
Dossier: Wolf in der Schweiz: Fakten, Politik und die Grenzen der Jagd
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