Jeder Dritte Betrieb schummelt bei Wildbret-Deklaration
Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleure des Amtes für Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit überprüften in Graubünden und dem Kanton Glarus stichprobenweise, ob über die Herkunft des Wildbrets wahrheitsgetreu informiert wird.
Wildsaison mit falscher Herkunft
Der September markiert nicht nur den Beginn des Herbstes, sondern auch der Hobby-Jagd- und Wildsaison.
Doch nicht jedes angebotene Wildbret in der Südostschweiz stammt aus heimischer Hobby-Jagd oder Zucht.
38 Prozent der Betriebe mit Mängeln
Von 34 kontrollierten Lebensmittelbetrieben in den Kantonen Graubünden und Glarus sind bei 13 (38 %) Mängel festgestellt worden.
In sieben Fällen wurde fälschlicherweise eine Schweizer oder regionale Herkunft vorgegeben, obwohl das Wildfleisch aus dem Ausland stammte. In fünf Fällen wurde statt dem Herkunftsland, wo das Tier erlegt wurde, lediglich «EU» angegeben. Ein Betrieb konnte die von ihm behauptete Herkunft des Fleisches aufgrund fehlender Unterlagen nicht beweisen.
Verschärfte Kontrollen angekündigt
Die Überprüfung fand im September und Oktober statt und konzentrierte sich auf Restaurants, die während der Hobby-Jagdsaison mit Wildgerichten warben. Dabei wurde die behauptete Herkunft des Fleisches anhand der Angaben auf Lieferscheinen und etikettierter Ware überprüft.
Wegen des «unbefriedigenden» Ergebnisses werde die Deklaration der Fleischherkunft während der Hobby-Jagdsaison nun verstärkt kontrolliert, kündigten die Behörden an.
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