Italien: Beliebte Braunbärin Amarena erschossen
Suche nach zwei Jungtieren läuft, nachdem ein Mann einen seltenen Bären erschossen und der Polizei gesagt haben soll, er habe aus Angst geschossen.
Vom Aussterben bedrohte Bärin getötet
Italienische Politiker und Wildtierexperten haben den tödlichen Schuss auf eine vom Aussterben bedrohte Braunbärin verurteilt, während nach ihren beiden Jungen gesucht wurde.
Amarena war eine der beliebtesten Braunbären im Nationalpark der Abruzzen in Mittelitalien und wurde oft mit ihrem Nachwuchs in der Gegend gesehen.
Amarena war eine von nur noch etwa 60 Bären im Park und eines seiner produktivsten Weibchen. Der Marsianer-Braunbär, der in Mittelitalien endemisch ist, gilt als stark vom Aussterben bedroht.
Kein Grund für den Abschuss
Die Parkbehörden erklärten, es gebe «keinen Grund, der den Abschuss rechtfertigen würde», auch wenn Amarena in der Vergangenheit Schäden verursacht habe, da «sie nie Probleme für Menschen verursacht hat».
Italiens Umweltminister, Gilberto Pichetto, und Tierschützer äusserten sich verärgert und bestürzt. Die Staatsanwaltschaft prüft eine mögliche Anklage wegen Tötung von Tieren.
Schwerer Schlag für die Arterhaltung
Das Schicksal von Amarenas Jungtieren sei unbekannt und Drohnen würden bei der Suche nach ihnen eingesetzt. Die Jungtiere seien noch nicht selbstständig und daher stark gefährdet, so die Umweltorganisation WWF Italia.
«Der Tod von Amarena, einem der wenigen erwachsenen Weibchen, ist ein schwerer Schlag für die Überlebenschancen der Bärenart», so der WWF Italia. Man werde versuchen, eine Zivilklage gegen den Schützen zu erheben.
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