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Wildtiere

Italien: Nutrias werden in Turin sterilisiert

Ein Projekt, welches das nicht konventionelle Tierzentrum der Universität der Stadt Turin diesen Monat vorgelegt hat, sieht vor, Nutrias mit Hilfe von Drohnen zu sterilisieren.

Redaktion Wild beim Wild — 2. März 2018

Ein Projekt, welches das nicht konventionelle Tierzentrum der Universität der Stadt Turin diesen Monat vorgelegt hat, sieht vor, Nutrias mit Hilfe von Drohnen zu sterilisieren.

Sterilisierung statt Tötung

Damit soll deren unkontrollierten Verbreitung unterbunden werden. Ein europäisches Gesetz verlangt die Bestandeskontrolle dieser Tierart, laut italienischen Medien.

Die Nutria, auch Biberratte oder seltener Sumpfbiber, Schweifbiber, Schweifratte oder Coypu genannt, ist ein aus Südamerika stammender und in Mitteleuropa eingebürgerter Nager.

Es handelt sich um eine Tierart, die in den 70er Jahren zur Pelzproduktion auch nach Italien eingeführt wurde und sich nach ihrer Freilassung verbreitet hat.

Nun sollen die Nutrias mit Hilfe von Drohnen gezählt und mindestens 100 Exemplare sterilisiert werden. Innerhalb von 4 Jahren soll der Bestand so um 40 % gesenkt werden, laut dem Plan der Tierschützerinnen und Tierschützer und der Universität Turin.

EU-Unionsliste invasiver Arten

In der «Unionsliste» invasiver Arten benennt die EU Tier- und Pflanzenarten, die mit ihrer Ausbreitung Lebensräume, Arten oder Ökosysteme beeinträchtigen und daher der biologischen Vielfalt schaden können. Sie wurde 2017 von 37 auf 49 Arten erweitert. Darin sind auch die Nutrias gelistet, obwohl sie eigentlich längst heimisch sind. Mehr zu Wildtieren und Umwelt und Naturschutz.

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