Graubünden: Die dunkle Wahrheit der Hobby-Jagd
In der zweiten Januarhälfte ist in Grüsch ein gewilderter Hirsch aufgefunden worden. Dem für den Abschuss Verantwortlichen werden weitere widerrechtlich erlegte Wildtiere angelastet.
Dutzende Wildtiere seit 2019 erlegt
Die Wildhut stiess auf einem Waldstück in Grüsch auf den toten Hirsch und zog umgehend die Kantonspolizei Graubünden für die weiteren Ermittlungen hinzu.
Am selben Vormittag konnte ein tatverdächtiger 43-jähriger Schweizer ermittelt werden. Während der Befragungen zeigte er sich geständig, diesen Hirsch sowie seit Herbst 2019 mehrere Dutzend weitere Grosswild- und Kleinwildtiere erlegt zu haben.
Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Graubünden sowie mit der Wildhut wird der genaue Umfang der Delikte ermittelt.
Amt für Jagd als Reisebüro
Man weiss heute, dass es in Graubünden und anderswo in erster Linie wie in einem Reisebüro ums Organisieren von attraktiven Hobby-Jagden geht, welche vom Amt für Jagd und Blödsinn in Graubünden geplant werden. Die Hobby-Jäger werden vom Amt mehr und mehr zum bestialischen Raubtier degradiert und sind empfänglicher für jeden Blödsinn.
Die Hobby-Jagd ist immer auch eine durch und durch tierquälerische, nicht wissenschaftliche Aktivität, die weder mit Vorsicht noch Respekt ausgeübt wird und immer wieder die Sicherheit aller Beteiligten gefährdet. Der Anzeigen- und Bussenkatalog in Graubünden gegen Hobby-Jäger ist selbsterklärend.
2023 – ff : Publikationen
2020: 1241 Anzeigen und Bussen
2019: 1104 Anzeigen und Bussen
2018: 1114 Anzeigen und Bussen
2017: 1384 Anzeigen und Bussen
2016: 1201 Anzeigen und Bussen
2015: 1298 Anzeigen und Bussen
2014: 1102 Anzeigen und Bussen
2013: 1122 Anzeigen und Bussen
2012: 1089 Anzeigen und Bussen
Wildtiermanagement nach Genfer Modell
Die erschreckenden Meldungen über Jagdunfälle und Straftaten mit Hobby-Jägerwaffen zeigen: Es wird höchste Zeit für die Abschaffung der Hobby-Jagd! Tödliche Schusswaffen gehören nicht in die Hände von gesetzlosen Hobby-Jägern, die diese völlig unkontrolliert benutzen können!
Eines unserer Hauptanliegen der IG Wild beim Wild ist, in der Kulturlandschaft ein zeitgemässes und seriöses Wildtiermanagement nach dem Vorbild vom Kanton Genf einzuführen. Ohne Hobby-Jäger, aber mit integren Wildhütern, die den Namen auch verdienen und gemäss einem Ehrenkodex handeln. Das Gewaltmonopol gehört in die Hände des Staates.
Mehrwert:
- Wildfleisch: Natürlich, gesund – oder gefährlich?
- Wildfleisch vom Hobby-Jäger? – Aas auf dem Teller!
- Gemäss Studien bestehen gesundheitliche Risiken im Kontext des Verzehrs von Wildfleisch
- Ernährung: Der zivilisierte Geschmack
- Wildfleisch vom Jäger ist Aas
- Wildfleisch kann nicht BIO sein
- Fleisch von wild lebenden Tieren ist kein Bio-Wild
- Demenz: Wie schädlich ist Wildbret?
- Wildbret macht krank
- Bleirückstände in Wildfleischprodukten
- Wildfleisch: Risiken, Blei und Jagdmythen
- Achtung: Warnung vor Wildfleisch vom Hobby-Jäger
- Jäger lügen auch beim Verkauf von Fleisch
Unterstütze unsere Arbeit
Mit deiner Spende hilfst du, Tiere zu schützen und ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.
Jetzt spenden →