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Glarus: Weniger Abschüsse bei Rotwild und Rehen

Im Kanton Glarus lagen die Abschüsse bei Rotwild und Rehen 2021 tiefer als im Vorjahr. Die Wolfspräsenz könnte eine Rolle spielen.

Redaktion Wild beim Wild — 11. Januar 2022

Die Gesamtabschüsse bei Rotwild und Rehen lagen im Jahr 2021 tiefer als 2020. Die Abschüsse der Gämsen sind konstant.

Regulierung in Jagdbanngebieten abgeschlossen

Die Regulierung des Rotwilds, der Gämsen und der Rehe im Rahmen der Hobby-Jagd und der Regulierungsabschüsse durch die Wildhut ist seit Mitte Dezember 2021 abgeschlossen. Der Kanton Glarus verfügt über drei eidgenössische Jagdbanngebiete, in denen aufgrund ihrer Grösse von rund 18 % der Kantonsfläche sowie ihrer Lage oberhalb von Dörfern und Siedlungen zum Erhalt des Schutzwaldes die Wildbestände reguliert werden müssen. Diese Regulierungsabschüsse in den beiden Jagdbanngebieten Schilt und Kärpf führt die professionelle Wildhut des Kantons durch. Sie wird dabei durch freiwillige Jägerinnen und Jäger unterstützt, schreibt der Kanton in einer Mitteilung.

Wolfspräsenz beeinflusst Wildverhalten

Beim Rotwild wie auch bei den Rehen wurden deutlich weniger Tiere erlegt als im Vorjahr. Das könnte mit der Wolfspräsenz zusammenhängen, einerseits durch Risse und andererseits durch ein verändertes Verhalten des Wildes. Beim Rotwild spielt ausserdem die Absage der Nachjagd aufgrund der Schneeverhältnisse im Dezember eine Rolle.

Mehr zum Thema Hobby-Jagd: In unseren Dossiers zur Kritik an der Hobby-Jagd bündeln wir Faktenchecks, Analysen und Hintergrundberichte. Was die Forschung dazu sagt, zeigt Jagd im Faktencheck: die Studienlage.

Die Position der IG Wild beim Wild: Die IG Wild beim Wild lehnt die Hobby-Jagd ab. Unser Vorbild ist der Kanton Genf, der seit 1974 ohne Hobby-Jagd auskommt: ohne Jagdzeiten, ohne Jagdhunde, ohne Treibjagden, ohne Hochsitze, ohne die Tierquälerei und die Kriminalität, die anderswo zur Jagdsaison gehören. Was dort seit über fünfzig Jahren funktioniert, widerlegt jedes Positionspapier von JagdSchweiz. Ein Verband, der seine Politik auf Behauptungen stützt, die er in den eigenen Dokumenten widerlegt, ist keine Fachorganisation, sondern eine Fabrik für Fehlinformationen.

Alle Beiträge werden von der IG Wild beim Wild sowie von externen Co-Autorinnen und Co-Autoren verfasst. Recherche, Strukturierung und redaktionelle Prozesse können dabei durch KI-gestützte Werkzeuge unterstützt werden.

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