Die Wolfspopulation im Alpenraum ist am wachsen
Die Wolfspopulation im Alpenraum ist innerhalb eines Jahres um knapp einen Drittel gewachsen. Laut der neusten Auswertung der Gruppe Wolf Schweiz lebten von Mai 2017 bis April 2018 in den Alpenländern nachgewiesenermassen 98 Rudel, vier davon in der Schweiz.
Die Wolfspopulation im Alpenraum ist innerhalb eines Jahres um knapp einen Drittel gewachsen. Laut der neusten Auswertung der Gruppe Wolf Schweiz lebten von Mai 2017 bis April 2018 in den Alpenländern nachgewiesenermassen 98 Rudel, vier davon in der Schweiz.
Dies entspreche einer Zunahme von insgesamt 23 Rudeln gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt lebten im Alpenraum im biologischen Jahr 2017–18 demnach 800 bis 1’000 Wölfe. In der Schweiz lag der Bestand zwischen 30 und 40 Tieren.
Stärkeres Wachstum erwartet
Die Zahl der Wölfe in der Schweiz dürfte in den kommenden Jahren stärker zunehmen als dies bisher der Fall war. Das derzeitige Wachstum sei signifikant höher als das sonstige langjährige Mittel zwischen zehn und fünfzehn Prozent im Alpenraum. Das Tempo der Vermehrung zeige, dass sich die Wolfspopulation mittlerweile in der Phase des exponentiellen Wachstums befinde.
Für Frankreich zählt die Auswertung 57 Rudel, in Italien lebten 40 Rudel. Für die Schweiz existiert der Nachweis von zwei Rudeln im Wallis, einem Rudel in Graubünden und einem im Tessin.
Seit 1995 wieder in der Schweiz
In Westeuropa wurde der Wolf im 20. Jahrhundert fast vollständig ausgerottet. In die Schweiz wanderten 1995 wieder die ersten Wölfe ein. Immer wieder greifen sie dabei bei der Nahrungssuche auch Nutztiere wie Schafe an.
Der Bund will, dass der Wolf künftig in Europa nicht mehr «streng geschützt» sondern nur noch «geschützt» ist. Würde der Antrag gutgeheissen, bliebe der Wolf zwar geschützt. Die Vertragsstaaten hätten aber beim Umgang mit ihm einen grösseren Spielraum. Mehr zum Jagdgesetz und zu Wildtieren.
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