Kunterbunt

Biologe aus Texas wegen Wildtierhandels verurteilt

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Ein Bundesrichter in Amarillo verurteilte im Januar 2023 Dr. Richard Kazmaier, 55, zu sechs Monaten Gefängnis, drei Jahren Überwachung nach der Entlassung und einer Geldstrafe von 5’000 Dollar.

Kazmaier bekannte sich am 19. August 2022 eines Verbrechens nach dem Lacey Act schuldig, weil er geschützte Wildtiere in die Vereinigten Staaten eingeführt hatte, ohne sie anzumelden oder die erforderlichen Genehmigungen einzuholen.

Gerichtsdokumenten zufolge war Kazmaier Professor für Biologie an der West Texas A&M University, bevor er im Oktober 2022 kündigte. Ein Bundesgericht erhob im Januar 2022 Anklage gegen Kazmaier wegen des Schmuggels von Waren in die Vereinigten Staaten und zweier Verstösse gegen das Gesetz über gefährdete Arten. Kazmaier bekannte sich in einer Nebenklage schuldig, die den Lacey Act, das älteste Gesetz der USA über den Handel mit Wildtieren, zum Gegenstand hatte.

Nach dem Lacey Act und den Bundesvorschriften müssen Importeure Wildtiere beim Zoll und beim U.S. Fish and Wildlife Service anmelden, wenn sie in das Land einreisen. Kazmaier gab zu, zwischen März 2013 und Februar 2020 Wildtiere aus Bulgarien, China, Indonesien, Kanada, Lettland, Norwegen, Russland, Südafrika, Spanien, dem Vereinigten Königreich und Uruguay nach Texas eingeführt zu haben, ohne sie anzumelden. Kazmaier gab zu, dass er etwa 358 Wildtierartikel mit einem Marktwert von insgesamt 14’423 US-Dollar über eBay und andere Online-Verkaufswebsites gekauft und eingeführt hat. Er führte keine lebenden Tiere ein und kaufte stattdessen hauptsächlich Schädel, Skelette und Präparate.

Das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, CITES) regelt den Handel mit gefährdeten oder bedrohten Arten durch Genehmigungspflichten. Die Vereinigten Staaten und 183 weitere Länder haben das CITES-Abkommen unterzeichnet. Kazmaier hat zugegeben, 14 geschützte Arten ohne Genehmigung eingeführt zu haben, darunter den Fischotter, den Luchs, den Karakal, den Grünen Meerkatzenaffen, das Nacktschwanzgürteltier und den Paradiesvogel.